Spielberichte

"Nach dem 3:0 haben wir aufgehört zu Fußball spielen" – Rudersdorf gibt 3:0 noch aus der Hand

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USVS Hausbauführer
SV Oberwart 1b

In der 1. Klasse Süd hat USVS Hausbauführer Rudersdorf gegen SV Klöcher Bau Oberwart 1b nach einer 3:0-Führung nur 3:3 gespielt. Trainer Markus Öller sah seine Mannschaft vor der Pause klar im Vorteil und verwies auch auf ausgelassene Möglichkeiten in der Anfangsphase. Schon davor hätte Rudersdorf laut dem Coach höher führen können. Am Ende stand trotz 2:0 zur Halbzeit nur ein Remis, weil die Gastgeber nach Öllers Worten "nach dem 3:0 aufgehört haben, Fußball zu spielen".


Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Frühe Überlegenheit wird vor der Pause belohnt

Rudersdorf legte von Beginn an so los, wie es sich Öller vorgestellt hatte. Der Trainer sprach von einem starken Start und machte deutlich, dass seine Mannschaft schon vor dem ersten Treffer näher an einer klaren Führung war, als es der Spielstand zunächst zeigte. "Wir haben stark begonnen. Wir hätten eigentlich schon 2:0 führen müssen, weil wir das Tor mehrmals knapp verfehlt haben", sagte er. Auf die gute Anfangsphase folgte dann auch Zählbares: In der 20. Minute brachte Ibrahim Sahin die Gastgeber in Führung, nur vier Minuten später erhöhte Tim Jelenko auf 2:0. Öller fasste diese Phase kurz, aber eindeutig zusammen: "In der ersten Hälfte haben wir das sehr gut umgesetzt." Mit diesem Vorsprung ging Rudersdorf auch in die Pause.

Nach Mutaks 3:0 reißt der Faden komplett

Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zunächst endgültig in Richtung Rudersdorf zu kippen. Nikola Mutak stellte in der 52. Minute auf 3:0, doch genau dort setzte Öller mit seiner Analyse auch den entscheidenden Punkt an. "Die verpassten Chancen waren entscheidend", sagte er zunächst, ehe er noch klarer wurde: "Wir haben nach dem 3:0 aufgehört, Fußball zu spielen, und den Gegner damit immer stärker gemacht." Dass Oberwart nur vier Minuten nach dem dritten Rudersdorfer Tor durch Nelson Prenner auf 3:1 verkürzte, passte zu dieser Einschätzung. Die Gäste blieben danach dran, Prenner traf in der 80. Minute noch einmal, und in der 86. Minute stellte Andras Adorjan Fabian mit dem 3:3 den Endstand her. Aus einer Partie, die früh klar nach Rudersdorf ausgesehen hatte, wurde damit noch ein Remis.

Öller sieht auch die Qualität des Gegners

Gerade deshalb blieb bei Rudersdorf weniger die eigene 3:0-Führung hängen als vielmehr der Verlauf danach. Öller wollte den späten Ausgleich nicht nur mit den eigenen Fehlern erklären, sondern stellte auch dem Gegner ein gutes Zeugnis aus. "Spielerisch stark. Dass der Gegner so wenige Punkte hat, ist verwunderlich. Sie sind sicher stärker, als es der Tabellenplatz zeigt", meinte er über Oberwart. Auch wenn der Rudersdorf-Trainer von "ein paar strittigen Entscheidungen" sprach, rückte er das nicht in den Mittelpunkt seiner Einordnung. Wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft die gute erste Hälfte nicht über die gesamte Spielzeit bringen konnte. Mit 11 Punkten aus sechs Runden bleibt Rudersdorf in einer ordentlichen Ausgangslage, nach diesem 3:3 wird intern aber vor allem die Frage bleiben, warum aus einer so deutlichen Führung am Ende nur ein Zähler geworden ist.

1. Klasse Süd: Rudersdorf : SV Oberwart 1b - 3:3 (2:0)

  • 86
    Andras Adorjan Fabian 3:3
  • 80
    Nelson Prenner 3:2
  • 56
    Nelson Prenner 3:1
  • 52
    Nikola Mutak 3:0
  • 24
    Tim Jelenko 2:0
  • 20
    Ibrahim Sahin 1:0