In der 1. Klasse Süd musste der SC "SPAR Hinterleitner" Bad Tatzmannsdorf gegen SV Welgersdorf eine 2:4-Heimniederlage hinnehmen. Dabei hatte es für die Gastgeber lange nicht schlecht ausgesehen. Co-Trainer Ernst Bürger sah einen guten Beginn und eine verdiente Führung, sprach aber nach dem Spiel vor allem darüber, dass das 2:0 fehlte und seine Mannschaft nach der Pause kämpferisch nicht mehr an die letzten Auftritte anschließen konnte.

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Bad Tatzmannsdorf hatte sich laut Ernst Bürger vorgenommen, wieder eine gute Leistung zu zeigen, und genau so begann die Partie auch. In der 19. Minute brachte Spielertrainer Patrick Bürger die Hausherren mit 1:0 in Führung. Der Co-Trainer fand dafür klare Worte: „Es hat wieder gut begonnen für uns.“ Auch die Beschreibung des Treffers fiel deutlich aus, denn Bürger sagte: „Patrick Bürger hat den Ball angenommen und in der Drehung ins Eck geschossen.“ Für die Gastgeber war das ein guter Einstieg in die Partie, zumal Ernst Bürger die Szene sogar als „Supertor“ bezeichnete. Umso ärgerlicher war aus seiner Sicht, dass die Führung nicht ausgebaut wurde. „Wir haben das 2:0 nicht zusammengebracht“, meinte er, und genau das zog sich als entscheidender Punkt durch seine Rückschau. Statt eines möglichen zweiten Treffers fiel in der 30. Minute das 1:1 durch Botond Likerecz. Noch vor der Pause ließ Bad Tatzmannsdorf weitere Chancen liegen und traf zudem Aluminium, sodass es mit einem 1:1 in die Kabinen ging.
Die zweite Halbzeit war aus Sicht der Gastgeber dann der Abschnitt, in dem das Spiel kippte. Ernst Bürger berichtete, dass Patrick Bürger in der Pause noch eingefordert hatte, „dass wir mehr Kampfgeist zeigen müssen“. Genau das gelang aber nach Einschätzung des Co-Trainers nicht mehr in jenem Ausmaß, das notwendig gewesen wäre. „In der zweiten Halbzeit ist uns nicht mehr alles gelungen“, sagte er, und noch deutlicher wurde er beim Blick auf den Unterschied zwischen den beiden Teams: „Der Gegner hat uns in der zweiten Halbzeit ein bisschen mehr unter Druck gesetzt.“ Welgersdorf nutzte diese Phase und ging in der 59. Minute durch Balint Bolla mit 2:1 in Führung. Als Bolla in der 78. Minute auch noch auf 3:1 stellte, war Bad Tatzmannsdorf bereits deutlich mehr gefordert. Zwar brachte Patrick Bürger die Gastgeber in der 80. Minute noch einmal auf 2:3 heran. Ernst Bürger beschrieb auch diesen Treffer knapp und treffend: „Das zweite Tor war mit dem Kopf. War auch ein schönes Tor eigentlich.“ Damit war die Partie noch nicht sofort entschieden, weil Bad Tatzmannsdorf laut seinem Co-Trainer danach weiter Chancen auf den Ausgleich hatte. Das letzte Wort hatten aber die Gäste, die in der 87. Minute durch Benjamin Thomas Gugcso den 4:2-Endstand fixierten.
Für Ernst Bürger lag der Knackpunkt nicht nur im Ergebnis der zweiten Halbzeit, sondern vor allem in den Momenten, in denen seine Mannschaft das Spiel auf ihre Seite hätte ziehen können. „Der entscheidende Moment war sicher, dass wir bei den zwei Querlattenschüssen nicht das Glück gehabt haben, dass einer reingeht“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht ein körperlicher Abfall nach der Pause. „Wir sind in der zweiten Halbzeit körperlich ein bisschen zurückgefallen“, erklärte Bürger und verwies auch darauf, dass sich bei einer jungen Mannschaft solche Phasen bemerkbar machen können. Zusätzlich sprach er eigene Fehler an: „Vom Tor weg haben wir ein paar Fehler gemacht, dann passieren solche Tore.“ Mit dem Schiedsrichter-Team hatte er dagegen keinerlei Probleme, im Gegenteil: „Die Schiedsrichterleistung war perfekt.“ Unter dem Strich bleibt für Bad Tatzmannsdorf nach Runde sechs eine Niederlage, die laut den Aussagen des Co-Trainers vor allem deshalb schmerzt, weil ein besseres Ergebnis durchaus möglich gewesen wäre. Die Gastgeber bleiben damit bei 13 Punkten, Welgersdorf hält nun bei zehn. Für die Südburgenländer wird nun entscheidend sein, den guten Beginn und die offensiven Momente wieder länger über 90 Minuten zu bringen.