Spielberichte

Peter Zistler (SV Sigleß): „Herbstmeister – aber noch nichts erreicht“

SV Sigleß

In der 2. Klasse Nord sorgt Sektionsleiter Peter Zistler mit seinem Verein SV Sigleß derzeit für Schlagzeilen: Nach 13 Spieltagen führt das Team mit 33 Punkten die Tabelle an und krönte sich zum Herbstmeister. Der Vorsprung auf Breitenbrunn beträgt zwei Zähler, dahinter folgen SC Trausdorf und UFC Stotzing. Im Gespräch zieht Zistler ein erstes Zwischenfazit, spricht über den Teamgeist, die Bedeutung der Kontinuität und richtet den Blick auf die kommenden Wochen, in denen sich entscheidet, ob der starke Herbst die Basis für den großen Saisonerfolg wird.


Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

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Konstanz und Zusammenhalt als Erfolgsfaktoren

Für Peter Zistler liegt der Grundstein des Erfolgs in der außergewöhnlichen personellen Konstanz und Stabilität im Team. „Unsere Stärke war sicher die Kontinuität, die wir gehabt haben“, erklärt er. Während andere Teams in der Liga mit Verletzungen oder Personalproblemen kämpften, blieb Sigleß verschont: „Wir haben das Glück gehabt, dass wir sehr wenige Verletzte gehabt haben. Daher waren wir fast immer komplett.“ Diese personelle Stabilität habe auch das Selbstvertrauen gestärkt.

Aus guten Trainingsleistungen resultierten überzeugende Auftritte auf dem Platz – eine Mischung, die den SV Sigleß von Spieltag zu Spieltag an die Spitze führte. Zistler betont zudem, dass die Trainingsbeteiligung und der Einsatz im Training entscheidende Faktoren gewesen seien, die sich letztlich in der Tabelle widerspiegeln.

Rückblick auf die Hinrunde – Lernen aus Niederlagen

Die letzten Wochen vor der Winterpause verliefen beeindruckend: Nach einer Niederlage gegen den UFC Stotzing am 10. Oktober folgten vier Siege in Serie gegen SV Mörbisch, SPG Parndorf/Neudorf 1c, St. Georgen/Eisenstadt und SC Trausdorf. Besonders das Aufeinandertreffen mit Stotzing ist Zistler in Erinnerung geblieben.

„Das war sicher unser schärfster Konkurrent“, sagt er und lobt die Leidenschaft des Gegners, der Sigleß in diesem Spiel bezwingen konnte. Dennoch habe sein Team daraus gelernt und den Rückschlag in positive Energie verwandelt. Die Reaktion darauf zeigte sich in den darauffolgenden überzeugenden Auftritten, in denen Sigleß regelmäßig als Sieger vom Platz ging und den Platz an der Sonne behauptete.

Bodenständiger Ausblick auf die Rückrunde

Trotz der glänzenden Ausgangsposition warnt Peter Zistler vor zu großer Euphorie: „Man will was erreichen, aber man hat noch nichts erreicht.“ Der Titel des Herbstmeisters sei schön, aber kein Grund, nachzulassen. Vielmehr rückt er die Mentalität ins Zentrum: Jeder müsse weiterhin arbeiten und an seine Grenzen gehen, wenn das Team den Platz an der Spitze verteidigen wolle. Der Sektionsleiter rechnet in der Rückrunde mit deutlich anspruchsvolleren Partien: „Wir wissen, es hat uns niemand gekannt. Jetzt kennt man uns besser und wir müssen viel mehr investieren, um da als Sieger vom Platz zu gehen.“

Ein wichtiger Punkt für die kommenden Wochen: Der Kader bleibt nahezu unverändert; es gibt lediglich einen Abgang. „Jeder Schlüsselspieler bleibt“, unterstreicht Zistler zufrieden. Diese personelle Konstanz soll auch den Charakter der Mannschaft stärken, deren Geschlossenheit immer wieder betont wird. Das Fazit nach der Hinserie fällt entsprechend sachlich und optimistisch zugleich aus: Der SV Sigleß hat sich mit harter Arbeit, Teamgeist und Disziplin an die Spitze gespielt – und steht nun vor der Herausforderung, diese Position auch in einer Rückrunde zu behaupten, in der die Konkurrenz die Stärken des Tabellenführers längst erkannt hat.