Direkt aus der II. Liga Süd: Lukas Haas, Trainer von SV Güssing, zeichnet die Lage seiner Mannschaft mit klaren Worten. Eine Woche nach seinem Amtsantritt spricht er über die jüngsten Umbrüche, den anhaltenden Abstiegskampf und eine spürbar beruhigte Gesamtsituation im Verein. Gleichzeitig verweist er auf zwei Gegner, die ihn in dieser Saison spielerisch besonders beeindruckt haben. Im Mittelpunkt seiner Aussagen stehen Einsatz, Geschlossenheit und die Rückendeckung von den Rängen – denn die Unterstützung am Sportplatz soll das Team in entscheidenden Momenten tragen. All das formt einen nüchternen, aber entschlossenen Stimmungsbericht aus Güssing.

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Lukas Haas ordnet die Veränderungen an vorderster Front offen ein: „Ich bin seit einer Woche Trainer in Güssing, und ein neuer sportlicher Leiter ist gekommen.“ Nach bewegten Tagen beschreibt er die Stimmung im Klub als gefestigt und die Ausrichtung als klar: „Es waren turbulente Wochen. Jetzt ist es ruhiger im Verein. Die Mannschaft weiß, dass wir mitten im Abstiegskampf stecken und kämpferisch dieselbe Leistung bringen müssen wie gegen Ende der Saison.“
Rückblickend spart er nicht mit Selbstkritik und benennt die Wegmarken der Hinrunde: „Anfangs war es schwierig. Wir haben Partien verloren, in denen wir kämpferisch vieles vermissen ließen. Gegen Ende der Saison sind wir näher als Team zusammengerückt, haben wichtige Partien gewonnen und stehen dennoch weiterhin mitten im Abstiegskampf.“
In der täglichen Arbeit stützen Führungsspieler die Linie des neuen Trainers: „Wir haben ein paar Führungsspieler, die bei jedem Training das Niveau heben und im Match für die notwendige Kampfbereitschaft aller anderen Spieler sorgen.“ Zur Aufnahme in der Mannschaft sagt er: „Ich glaube, die Mannschaft hat mich gut aufgenommen und weiß, dass ich alles für sie gebe. Dasselbe verlange ich von ihnen.“
Sportlich hat Güssing das Personal justiert. Lukas Haas bestätigt ein ausgeglichenes Transferkonto: „Es gibt vier Abgänge und fünf Zugänge.“ Die Schwerpunkte sind klar – und der Startschuss ist erfolgreich gefallen: „Wir haben Julian Laky vom SV Eberau zurückgeholt, einen Tormann und drei Legionäre: zwei junge slowenische Spieler und einen routinierten ungarischen Spieler. Die Neuen sind bereits gut integriert und bringen ein hohes Niveau mit. Ich glaube, dass sie der Mannschaft weiterhelfen werden.“
Einen Dämpfer gibt es in der Defensive: „Ein Innenverteidiger ist verletzt. Es ist noch schwer zu sagen, wie lange es dauert.“ Diese Kombination aus gezielten Neuzugängen, einer klaren Linie auf der Trainerbank und dem gleichzeitigen Kompensieren eines Ausfalls prägt die unmittelbare sportliche Lage der Güssinger.
Im Liga-Vergleich verweist Lukas Haas auf zwei Teams, die aktuell den Maßstab markieren – sie waren seiner Mannschaft in allen Belangen überlegen. Das schärft intern den Fokus auf Intensität und Disziplin – und extern auf die Rolle der Tribüne. Der Trainer richtet seine Botschaft an die Anhänger ausdrücklich: „Ich hoffe, wieder mehr Fans begeistern zu können, zum Sportplatz zu kommen. Ich bin optimistisch, dass wir den Klassenerhalt schaffen, aber dazu braucht es auch eine gute Stimmung im Stadion, die uns bei wichtigen Matches nach vorne peitscht.“
Der Kern der aktuellen Situation lässt sich damit auf den Punkt bringen: Zusammenrücken, arbeiten, laut sein – und die entscheidenden Momente im Abstiegskampf mit vereinten Kräften anpacken.