In Stotzing herrscht nach dem Duell mit dem UFC Schützen am Gebirge Aufbruchsstimmung – und große Zufriedenheit mit der eigenen Darbietung. Trainer Patrick Mozelt vom UFC Stotzing bilanzierte: „Das Ergebnis geht absolut in Ordnung.” Die Gastgeber traten von Beginn an offensiv auf, die Überlegenheit zeigte sich nicht nur in der Chancenflut, sondern auch im klaren Gefühl fürs Spiel. In der 2. Klasse Nord sprach der Coach von einem deutlichen Kräfteverhältnis und einem Abend, an dem vieles zusammenpasste – inklusive der Entschlossenheit, nach der Pause nicht nachzulassen. „Über 90 Minuten war das eine tadellose Leistung – und ab einem gewissen Zeitpunkt war das Schützenfest eröffnet. Das 11:0 ist mehr als in Ordnung.“ Die Tore erzielten Leotrim Saliji (10., 19., 39., 45+2., 54.), Emre Kilka (14., 53.), Matthias Grassl (30.), David Beslin (36.), Alex Ivanko (70.) und Senad Serifoski (86.).

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Aus Sicht des Stotzinger Trainers begann der Abend furios: Schon in den ersten 3 Minuten verzeichnete seine Elf drei hundertprozentige Chancen – zweimal durch David Beslin und einmal durch Leotrim Saliji. Diese frühe Wucht trug die Mannschaft durch die gesamte Partie. Auch der Ballbesitz unterstrich die Überlegenheit: „Gefühlt lag das Verhältnis bei 70:30 zu unseren Gunsten.“ Neben den erzielten Treffern zählte Mozelt „circa neun bis zehn weitere Chancen, davon sicherlich sechs bis acht hundertprozentige“. Der Gegner kam seiner Einschätzung nach kaum zur Entfaltung: „Schützen hatte eine Halbchance nach einem Eckball.“
Bei den ruhenden Bällen hob Mozelt eine einstudierte Variante hervor: Das 2:0 fiel nach seiner Sichtweise nach einem eintrainierten Standard (Torschütze: Emre Kilka). Insgesamt blieb die Begegnung trotz der klaren Kräfteverhältnisse fair: „Grundsätzlich ein faires Spiel. Großes Lob auch an Schützen, dass wir das Match bis zur 90. Minute ohne gröbere Fouls durchgezogen haben.“ Für Diskussionen sorgte lediglich ein annullierter Treffer kurz vor der Pause: „Uns wurde in der 41. Minute ein Tor von Leotrim Saliji aberkannt, der Schiedsrichter entschied auf Handspiel. Aus seiner Position sah er nur den Rücken von Leotrim Saliji. Der hatte den Ball vom Verteidiger auf die Brust bekommen – der Referee ging dennoch von Handspiel aus und nahm das Tor zurück.“
Inhaltlich blieb Stotzing dem eigenen Plan treu. Entscheidend war für Mozelt die mentale Steuerung zur Halbzeit: „Uns war klar, dass wir nicht mit einem 7:0 im Kopf aus der Kabine kommen, sondern bei 0:0 anfangen. Dementsprechend haben wir in der zweiten Halbzeit wieder eine starke Performance geliefert.“ Auch die Wechsel änderten an der klaren Linie nichts – bis zum 11:0 blieb der Spielfluss hoch. Im Abschluss ragte Leotrim Saliji heraus, den Mozelt ausdrücklich hervorhob und sogar als möglichen „Spieler der Runde“ bezeichnete. Lob fand auch Emre Kilka, verbunden mit dem Hinweis, dass die gesamte Mannschaft eine „richtig gute“ Leistung ablieferte. Der Blick richtet sich nun auf die nächste Aufgabe: Auswärts wartet Mörbisch – traditionell mit viel Publikum und intensiver Atmosphäre. „Es ist nicht einfach, dort zu spielen. Wir nehmen den Gegner sehr ernst und wollen die zwei Heimsiege nun auswärts bestätigen und drei Punkte mitnehmen“, so Mozelt.