Nach dem 2:2 zwischen FC Großhöflein und SPG Hirm/Zillingtal in der 2. Klasse Nord ordnet Christian Neckamm die Lage nüchtern ein: "Das Unentschieden ist absolut gerecht." Zugleich betont er: "SPG Hirm/Zillingtal war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft." Der Trainer lobt die Moral seiner Truppe nach dem frühen Rückstand und spricht von einem Abend, der von Anpassungen, einem aberkannten Freistoß und großem Respekt vor dem Gegner geprägt war.

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Großhöflein erwischte einen schwierigen Start: Nach einem Eckball gerieten die Hausherren mit 0:1 in Rückstand, kurz darauf führte ein zu leichter Rückpass zum 0:2. In beiden Fällen war Robert-Alin Condurachi zur Stelle (20., 27.). Noch vor der Pause meldeten sich die Gastgeber zurück: Lukas Zordo verkürzte per Elfmeter in der 43. Minute auf 1:2. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel lag der Ball nach einem direkt verwandelten Freistoß erneut im Netz, doch der Treffer wurde aberkannt. Neckamm dazu: "Der Schiedsrichter hat den Freistoß aberkannt, weil angeblich ein Spieler von uns zu nahe an der gegnerischen Mauer gestanden ist." Kurz nach Wiederanpfiff belohnte sich der FCG für den Druck: In der 49. Minute erzielte Zordo das 2:2 und egalisierte die Partie.
In seiner Gesamtanalyse spricht der Coach von einem Spiel mit zwei klar unterschiedlichen Phasen. Zur ersten Hälfte sagt er: "Es war ein verfahrenes Spiel, zweikampfgeprägt, wobei wir sehr schlecht in die Zweikämpfe gekommen sind." Nach der Pause lagen die Vorteile aus seiner Sicht bei Großhöflein – auch, weil auf der Bank reagiert wurde: "Wir haben in der Halbzeit dann reagiert, teilweise gewechselt, und im zweiten Abschnitt wurde dementsprechend besser agiert." Aufseiten der Gäste ragte der Doppeltorschütze Robert-Alin Condurachi heraus, bei Großhöflein prägte Lukas Zordo mit seinem Doppelpack die Aufholjagd. Insgesamt findet Neckamm deutliche Worte des Respekts: "Sie stehen an letzter Stelle in der Tabelle, aber sie geben sich nie geschlagen. Sie kämpfen von der ersten bis zur letzten Minute – das zeichnet diese Mannschaft und auch den Trainer aus."
Auch die Personallage prägt die Momentaufnahme. Neckamm zur Kadersituation: "Wir haben nach wie vor einige Verletzte – Jan Javorski wird noch mindestens zwei Wochen ausfallen. Mark Mikovics hat sich den Meniskus gerissen, er wird den Rest der Saison fehlen." Gleichzeitig setzt Großhöflein bewusst auf junge Spieler und nimmt deren Entwicklung in Kauf: "Es hat auch heute wieder mit Niklas Grabner ein Fünfzehnjähriger begonnen. Ein weiterer Nachwuchsspieler, Raphael Treiber, wurde eingewechselt und drei weitere saßen heute auf der Bank." Sein Fazit: "Wir haben mit Abstand die jüngste Ersatzbank in der Liga." Abschließend richtet er Dank und Anerkennung an alle im Nachwuchsbereich unter Philipp Prechtl, "die hier großartige Arbeit leisten und dafür sorgen, dass wir jetzt auf Nachwuchsspieler zurückgreifen können."