Im Duell zwischen UFC Oggau und FC Großhöflein in der 2. Klasse Nord ordnete Trainer Hans Peter Kusolits den 4:1-Heimsieg sachlich, aber zufrieden ein. Nach zähem Beginn gegen einen tief stehenden Gegner fand Oggau in der zweiten Halbzeit die richtige Antwort, kippte die Partie in Richtung Kontrolle und Effizienz und nutzte die klareren Chancen konsequent. Kusolits blendete dabei auch die personellen Engpässe nicht aus und sprach von einer „überschaubaren“ Kadersituation.

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Kusolits zeichnete die Entwicklung über 90 Minuten deutlich nach. „In der ersten Halbzeit haben wir uns gegen einen sehr tief stehenden Gegner schwergetan. Mit hohen Bällen sind wir nicht in die Tiefe gekommen – das war nicht die beste Lösung.“ Nach dem Seitenwechsel stellte Oggau um: „In der zweiten Halbzeit haben wir mit schnellen, kurzen Pässen kombiniert – das hat sehr gut funktioniert, daran müssen wir ansetzen.“ Aus seiner Sicht sprachen Ballbesitz und Chancenplus klar für seine Mannschaft: Oggau agierte kontrollierter und zielstrebiger vor dem Tor. „Ich glaube, dieses Ergebnis entspricht auch den Torchancen“, bilanzierte der Coach.
Der Spielrhythmus kippte früh nach der Pause. Zunächst hatte Dominik Dohnansky in der 18. Minute das 1:0 für Oggau erzielt, ehe Attila Fajt bereits in der 22. Minute für Großhöflein ausglich – mit 1:1 ging es in die Kabinen. Unmittelbar nach Wiederbeginn setzte sich Oggaus neues Muster durch: Dohnansky markierte in der 51. Minute das 2:1, jenes Signal, das laut Kusolits die Balance nachhaltig verschob. In der Schlussphase legte Alexander Kampitsch mit einem späten Doppelpack (85., 88.) nach und stellte den 4:1-Endstand her. Die Abfolge – von der erneuten Führung bis zu den späten Treffern – spiegelte jene Mischung aus Tempo, Passschärfe und Konsequenz wider, die aus der taktischen Umstellung erwuchs.
Trotz des klaren Resultats fand Kusolits anerkennende Worte für den Gegner. Großhöflein habe mit Nadelstichen immer wieder Gefahr ausgestrahlt und verfüge über wirklich gute, auch viele junge Spieler – besonders fiel ihm der agile Zehner auf. Parallel sprach der Trainer offen über die eigene Lage: Oggau begann mit zwei angeschlagenen Spielern, dazu kam der gelb gesperrte Julian Kröss – die Kadersituation sei derzeit „überschaubar“. Umso höher bewertet er, dass seine Mannschaft geduldig blieb, nach der Pause die Kontrolle übernahm und die entscheidenden Situationen nutzte: „Offensiv spielen wir momentan sehr gut, defensiv stehen wir stabil – in Summe ist das aktuell ein gutes Konstrukt.“