In der 2. Klasse Nord bezwang der SV Seefestspiele Mörbisch am See den FC Großhöflein mit 2:0. Trainer Gerald Kummer sprach von einer reifen Vorstellung, auch weil der Gegner ersatzgeschwächt antrat. „Wir haben mannschaftlich gut gespielt und verdient 2:0 gewonnen“, sagte er. Den Ausschlag gab das 1:0 von Sebastian Trimmel nach der Pause, Alexander Wenzl legte spät per Elfmeter nach – und Mörbisch strich drei verdiente Punkte ein.

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Über weite Strecken war es das Heimteam, das mehr vom Spiel hatte. Großhöflein stand tief, Mörbisch schob an, suchte die Lücke – zur Pause blieb es aber beim 0:0. Kummer gefiel, wie geschlossen seine Elf auftrat, zugleich erinnerte er an ein bekanntes Thema: „Wir tun uns sehr schwer beim Toreschießen.“ Trotzdem blieb seine Mannschaft ruhig. „Wir haben in Wahrheit keinen Torschuss zugelassen“, betonte der Coach und verwies auf die Kontrolle gegen die langen Bälle der Gäste. Nach 57 Minuten fiel dann der überfällige Führungstreffer: Sebastian Trimmel traf zum 1:0 und löste damit die Handbremse. „Das Tor von Sebastian Trimmel war ausschlaggebend. Ab diesem Zeitpunkt war es ganz klar“, ordnete Kummer den Knackpunkt des Abends ein.
Auch nach der Führung blieb Mörbisch am Drücker, ließ hinten wenig zu und arbeitete auf die Entscheidung hin. Die fiel in der Schlussphase: In Minute 88 erhöhte Alexander Wenzl auf 2:0 – laut Kummer per Elfmeter. „Der Elfmeter hat dem Ganzen den Deckel aufgesetzt“, sagte er, schob aber nüchtern hinterher: „Der Elfmeter war eher fragwürdig.“ Mit der Leitung des Unparteiischen konnte er dennoch leben: „Der Schiri war in Ordnung, ist nicht aufgefallen – und wenn ein Schiri nicht auffällt, ist er gut.“ Für die Gäste fand Kummer respektvolle Worte. „Großhöflein war kämpferisch sehr stark. Sie haben defensiv gestanden und es mit hohen Bällen probiert. Unsere Abwehr hat gut gestanden, deshalb hat das nicht gefruchtet.“ Dass der Gegner ersatzgeschwächt antrat, erwähnte er, ohne die Leistung der Gäste kleinzureden: „Sie haben sich gut gewehrt.“
In der Analyse hob Kummer klar die kollektive Arbeit hervor: „Die mannschaftliche Geschlossenheit – wieder einmal.“ Gerade diese Kompaktheit half, Ruhe zu bewahren, bis der Bann gebrochen war. Gleichzeitig spart der Trainer interne Hausaufgaben nicht aus. „Unsere Torschussverwertung ist nicht ideal. Da müssen wir sehr viel üben“, sagte er. Der Sieg liefert dennoch Rückenwind und verbessert die Lage in der Tabelle: Mörbisch bei 23 Punkten auf Rang 10, Großhöflein liegt bei 20 Zählern auf Platz 12. Für Kummer ist der Weg damit vorgezeichnet: auf der Stabilität aufbauen, im Strafraum zielstrebiger werden und die hart erarbeiteten Spiele früher zumachen. Mit drei Zählern im Gepäck und einem klaren Plan für die Trainingswoche lässt sich daran gut anknüpfen.