Im Duell der 2. Klasse Nord setzte sich der UFC St. Georgen/Eisenstadt zuhause mit 3:1 gegen den SV Sigleß durch. Der Tabellenzweite aus Sigleß geriet früh nach einem Treffer von Christopher Pinter in Rückstand, Oliver Mancs legte vor der Pause nach und schnürte in der Schlussminute den Doppelpack. Zwischenzeitlich hatte Jakob Krenn verkürzt. Trainer Christopher Pinter sprach von hohem Pressing und großem Aufwand – und freute sich über einen Heimsieg, der zum Saisonfinish noch einmal Rückenwind gibt.
St. Georgen/Eisenstadt legte sofort los, suchte die Zweikämpfe hoch und setzte Sigleß früh unter Druck. „Wir haben bei sehr warmen Temperaturen einen großen Aufwand betrieben und von Anfang bis zum Ende mit hohem Pressing agiert“, erklärte Trainer und Torschütze Christopher Pinter. Schon in Minute 7 zahlte sich das anlaufende Spiel aus: Pinter stellte auf 1:0. „Max Manninger hat auf der Seite vier Gegenspieler stehen gelassen und mir in die Mitte gespielt, wo ich eingenetzt habe.“ Die Hausherren blieben dran, und noch vor der Pause fiel das 2:0 (39.) – wieder nach starker Vorarbeit von Manninger. „Auch beim 2:0 hat Max das Laufduell gewonnen und quer zu Oliver Mancs gelegt, der den Ball nur mehr über die Linie drücken musste.“ Zur Halbzeit stand es 2:0, Sigleß tat sich schwer. Pinter ordnete das Gäste-Spiel ein: „Der Gegner hat viele junge Spieler, gespickt mit Routiniers. Ich denke, es war für sie eine große Umstellung vom kleinen Platz in Sigleß auf unser großes Feld.“
Nach dem Seitenwechsel blieb es intensiv, Sigleß arbeitete am Anschluss und bekam ihn in Minute 57 durch Jakob Krenn – plötzlich war das Spiel wieder offen. St. Georgen/Eisenstadt hielt dennoch an seinem Plan fest, suchte weiter die hohen Ballgewinne und blieb aktiv. „Was sehr gut funktioniert hat, war, dass wir die Inhalte aus den Trainings in dieser Woche gut umgesetzt haben“, sagte Pinter, schob aber eine ehrliche Einordnung nach: „Im konditionellen Bereich werden wir uns perspektivisch verbessern, damit wir in Zukunft noch länger einen guten Ball spielen können.“ Der Aufwand lohnte sich am Ende doch noch doppelt: In der Schlussminute stellte Oliver Mancs nach Vorarbeit vom Spielertrainer mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 3:1 (90.). Pinter zog die einfache, aber treffende Bilanz: „Der große Aufwand, den wir betrieben haben, hat sich in einem Sieg widergespiegelt.“ Damit blieben die drei Punkte in St. Georgen – gegen einen Gegner, der bis zuletzt auf den Ausgleich hoffte.
Neben der sportlichen Einordnung war Pinter ein Dank wichtig. „Ich spreche nie über den Schiedsrichter, aber ich möchte Thomas Paukovits danken. Er hat viele Fußballer von uns im Burgenland viele Jahre begleitet und ist eine Koryphäe im burgenländischen Schiedsrichterwesen - er wird sicher auf den Plätzen fehlen.“, sagte er. Emotional wurde es auch abseits der 90 Minuten: „Wir haben heute zum letzten Mal unsere alte Kabine betreten, ab Sommer ziehen wir in unser neues Vereinshaus. Es war sehr emotional, und es freut uns, dass wir uns hier in die Geschichtsbücher eingetragen haben.“
Zum Abschluss richtete Pinter den Blick nach vorne: „Der Verein leistet auf allen Ebenen tolle Arbeit, und wir freuen uns schon auf das letzte Spiel in Zagersdorf.“ In der Tabelle stehen die Georger nach 25 Runden bei 46 Punkten auf Rang vier, Sigleß hält 48 und Platz zwei – der Heimsieg bringt zusätzlich Schub für das Saisonfinale.