In der 2. Klasse Nord feierte der FC Großhöflein am Samstagnachmittag einen klaren 6:0-Heimsieg gegen den UFC Schützen am Gebirge. Die Hausherren setzten den Gast früh unter Druck, lagen nach 18 Minuten 2:0 vorne und legten nach der Pause konsequent nach. Trainer Christian Neckamm sprach von einer sehr einseitigen Partie: „Wir waren klar dominierend und ballbestimmend.“ Am Ende stand ein deutliches Resultat – und trotzdem blieb beim Coach der Wunsch nach noch mehr Konsequenz im Abschluss.

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Großhöflein kam sofort ins Rollen. „Wir sind das Spiel von Haus aus sehr konzentriert und energisch angegangen“, erklärte Christian Neckamm. „Mit starkem Pressing und Vorchecking haben wir gleich gezeigt, dass wir die Kontrolle haben wollen.“ Der Plan griff früh: In Minute 9 stellte Lukas De Zordo auf 1:0, neun Minuten später erhöhte Leon Zsuganits zum 2:0 (18.). Neckamm ordnete den zweiten Treffer so ein: „Das 2:0 war ein Foul-Elfmeter, den Leon sicher verwertet hat.“ Aus seiner Sicht spielte sich „neunundneunzig Prozent“ des Geschehens in der Hälfte von Schützen ab, die Gäste standen sehr tief „mit sechs, sieben Mann in der letzten Reihe“ und versuchten im ersten Abschnitt einzelne Konter. „Da hatten sie mit der Nummer 33 einen sehr schnellen Spieler, aber unsere Abwehr war stabil und der Tormann hat gut mitgespielt“, sagte der Coach. Zur Pause hieß es 2:0 – angesichts der Überlegenheit für Neckamm eher knapp.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Großhöflein am Drücker und legte die nötige Effizienz nach. Rajmund Pataki traf in der 52. Minute zum 3:0, ehe Lukas Heidenreich nach 65 Minuten auf 4:0 stellte. Besonders angetan war Neckamm vom 5:0 durch Lorenzo Christian Baier (71.): „Das war ein starker Antritt mit einem perfekten, scharfen Abschluss – ein sehr schönes Tor.“ Den Schlusspunkt setzte erneut Lukas De Zordo in Minute 86 zum 6:0. Das Bild der zweiten Hälfte beschrieb der Trainer klar: „Für unseren Tormann war da eigentlich nichts mehr zu tun, wir konnten das Spiel trocken heimspielen.“ Gleichzeitig nahm er zur Pause Anpassungen vor, um frische Kräfte zu bringen – auch mit Blick auf die Nachwuchsteams. „Unsere Youngsters haben morgen ein wichtiges Spiel, daher haben sie heute nur 45 Minuten bekommen“, so Neckamm.
So deutlich das Ergebnis, so genau fiel die Analyse aus. „Sechs null ist schön, aber eigentlich hätten wir höher gewinnen müssen“, sagte der Großhöflein-Coach. „Wir waren klar dominierend und hatten die Chancen. Da haben wir Luft nach oben, was Konsequenz und Effizienz betrifft.“ Zugleich lobte er die Haltung: „Das Team hat bis zum Schluss nie aufgehört und versucht, Fußball zu spielen – absolut verdient gewonnen.“ Zum Gegner blieb Neckamm fair: „Schützen war ersatzgeschwächt, hat sehr defensiv agiert und versucht, das 0:0 so lange wie möglich zu halten.“ Dass es zwischendurch Diskussionen gab, hielt er für normale Emotionen, sein Urteil über das Gespann fiel eindeutig aus: „Der Schiedsrichter war in Ordnung, es gab keine strittigen Situationen.“ Den Unterschied sah er in der Entschlossenheit und der personellen Lage: „Wir hatten weniger Ausfälle und haben unseren Druck gut auf den Platz gebracht.“ Und der Ausblick? „Wir haben im Verein noch ein kleines Ziel“, betonte der Coach – mit nun 26 Punkten nach 25 Runden und einem überzeugenden 6:0 im Rücken die passende Grundlage, um dran zu bleiben.