Der 2. Klasse Nord-Vierte UFC Oggau hat nach holprigem Start eine Saison mit starkem Finish hingelegt. Trainer Hans Peter Kusolits blickt auf eine Halbserie mit klarer Steigerung zurück, betont die stabile Abwehr und viele Treffer in der Rückrunde – und will den eingeschlagenen Weg mit nahezu unverändertem Kader fortsetzen. „Wenn man als Absteiger 50 Punkte holt, ist das sehenswert“, sagt er. Zwei Abgänge stehen dennoch fest, dazu gibt’s Lob für einen Winterzugang – und den Auftrag, die Leistung in der kommenden Spielzeit zu bestätigen.

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Oggau brauchte Anlauf. „Wir sind zu Beginn ganz schwer reingekommen. Die ersten fünf Spiele haben wir viermal verloren“, erinnert sich Hans Peter Kusolits offen. In der Tabelle spiegelte sich das wider: Nach Runde fünf stand Oggau auf Rang 13, die Hinrunde war ein ständiges Nachjustieren. „Dann haben wir Positionen verändert, und es ist besser gelaufen.“ Die Umstellungen wirkten. Über Wochen kletterte die Mannschaft Stufe um Stufe nach oben, schob sich im Frühjahr endgültig in die Spur und stand ab Runde 19 auf Platz vier – eine Position, die die Oggauer bis zum Saisonende souverän hielten. Der Weg nach oben war kein Sprint, sondern ein geduldiger Marsch.
Der Knackpunkt lag für den Coach klar in der zweiten Saisonhälfte. „Unser großes Plus in der Rückrunde war, dass wir hinten sehr stabil waren und sehr viele Tore geschossen haben“, so Kusolits. Aus einer geordneten Defensive traute sich Oggau immer mehr zu, suchte konsequent den Weg nach vorne und nutzte die Momente. Das Ergebnis war ein Team, das über weite Strecken die Spiele kontrollierte und sich für die Arbeit belohnte. Ohne Hektik, ohne Zauberei – dafür mit klaren Abläufen und Vertrauen in die eigene Ordnung. Genau diese Mischung trug die Oggauer Woche für Woche, bis am Ende eine starke Frühjahrsserie stand, die dem vierten Platz ein stabiles Fundament gab.
Die gute Serie hat Spuren hinterlassen – positive. „Die Stimmung ist gut. Wenn man als Absteiger 50 Punkte holt, ist das sehenswert. Das erste Jahr als Absteiger ist immer das schwierigste. Jetzt gilt’s, das Ganze nächstes Jahr zu bestätigen“, sagt der Trainer. Der Plan dafür ist simpel und logisch: zusammenbleiben. „Wir wollen so gut wie möglich zusammenbleiben.“ Zwei Wermutstropfen: Markus Lupsina verlässt den Verein berufsbedingt Richtung Mexiko und Tormann Fabian Hoffmann wird den Verein auch verlassen. „Mit dem einen oder anderen sind wir in Kontakt, aber fix ist noch nichts“, so Kusolits. Dazu kommen zwei Botschaften, die im Unterhaus Gold wert sind: „Alle sind fit.“ Und: „Es bleibt alles beim Alten, auch im Betreuer- und Trainerteam.“ Konstanz, wo immer es geht – das passt zu Oggau.
Ein Name fällt beim Blick auf die Rückrunde sofort: Daniel Sakovy. „Daniel Sakovy haben wir im Winter geholt. Er hat sich sehr gut eingefügt und viel dazu beigetragen, dass wir hinten so gut stehen“, erklärt Kusolits. Ein Wintertransfer, der sportlich und menschlich eingeschlagen hat und die defensive Stabilität mitgetragen hat – genau die Art von Baustein, die eine Mannschaft in der entscheidenden Phase breiter und sicherer macht. Den Maßstab im Titelkampf setzte der Ligaprimus, der mit großem Vorsprung vorne lag. Kusolits zollt Respekt: „Wenn man mit großem Vorsprung vorne ist, ist das überragend. Die werden in der 1. Klasse Nord auch eine gute Rolle spielen.“ Für Oggau heißt das Ziel klar: den eingeschlagenen Weg bestätigen, wieder stabil stehen.