Die 2. Klasse Nord schließt für die SPG Parndorf/Neudorf 1c mit Rang 8 und 34 Punkten – und mit einem klaren Fazit von Trainer Christian Schiegl. Sein Team trat mit vielen jungen Spielern an, zahlte Lehrgeld, legte aber sichtbar zu. Zugleich steht ein Einschnitt an: Die 1c wird im Sommer aufgelassen, Talente rücken in die U23 und den Burgenlandliga-Kader nach. „Die Stimmung ist sehr gut“, sagt Schiegl, der künftig wieder die U16 übernimmt.

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Christian Schiegl blickt ohne Weichzeichner auf die vergangenen Monate. „Die zweite Saisonhälfte war für uns schwierig, weil wir mit sehr vielen jungen Spielern spielen wollten und mussten. Da waren Partien dabei, die wir nicht hätten verlieren dürfen. Da merkt man die fehlende Routine, wir haben Eigenfehler gemacht und unnötig Punkte liegen lassen.“ Gleichzeitig betont der Trainer den Fortschritt: „Man hat gesehen, dass die Burschen von Woche zu Woche dazugelernt haben, sicherer wurden und vieles abgestellt haben. Unterm Strich bin ich mit dem halben Jahr sehr zufrieden.“ Die Entwicklung spiegelt sich auch in der Endabrechnung wider: Nach einer schwankenden Phase landete Parndorf/Neudorf 1c letztlich mit 34 Zählern auf Platz 8 – solide, aber mit offenem Potenzial, das im Frühjahr spürbar gereift ist.
Im Sommer wird an der Struktur geschraubt. „Veränderungen gibt es keine im Sinne von Transfers. Ab Sommer wird die 1c voraussichtlich aufgelassen, weil wir Spieler in der U23 benötigen“, erklärt Schiegl. Das sportliche Fundament ist gelegt, auch weil die Verletztenliste abgearbeitet ist: „Wir hatten vier, fünf Verletzte. Die sind wieder fit, der Großteil wird in den Burgenlandliga-Kader aufgenommen. Da schaut es jetzt sehr gut aus.“ Hinter den Kulissen werden die Aufgaben neu sortiert. „Durch das Aus der 1c gibt es personelle Änderungen: Mein jetziger Co-Trainer Philipp Mamuris wird in der U23 Co-Trainer. Ich kehre zurück zur U16, darauf freue ich mich. Das ist eine schöne Herausforderung, die Burschen für den nächsten Schritt, den Erwachsenenfußball, vorzubereiten.“ Für Schiegl bleibt die Ausbildung der rote Faden: konsequent fördern, früh Verantwortung geben, die Spieler nach oben heranführen.
Der Weg nach oben ist vorgezeichnet – und erste Namen klopfen an. „Sportlich haben zwei, drei Spieler den Schritt geschafft und sind ab Sommer im Burgenlandliga-Kader dabei. Ich hoffe, dass sie dort wieder einen Schritt machen und zu Stammspielern in der Burgenlandliga werden“, so Schiegl. Dass es dafür Beständigkeit braucht, zeigt ein Blick an die Tabellenspitze. „Am meisten beeindruckt hat mich Breitenbrunn – die Konstanz, die sie hatten. Sie haben viel Routine in der Mannschaft und ihre Saison perfekt abgespult. Sie sind hundertprozentig verdient Meister geworden.“ Die Zahlen untermauern das Lob: Breitenbrunn holte 68 Punkte und lag am Ende klar vorne. Für Parndorf/Neudorf 1c ist das ein klarer Maßstab: weniger Eigenfehler, mehr Abgeklärtheit – dann ist mehr drin.
Trotz des anstehenden Umbaus herrscht Aufbruchstimmung. „Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut, weil man gesehen hat, dass wir uns weiterentwickelt haben. Die jungen Spieler haben sehr viel Spielpraxis bekommen, viele Minuten“, sagt Schiegl. Gleichzeitig bleibt er realistisch: „Jetzt müssen wir weiterschauen, wie wir mit dem Projekt weitermachen.“ Für ihn persönlich ist die Rückkehr zur U16 mehr als nur ein Rollenwechsel: Ausbildung vor Ergebnisdruck, klarer Plan statt Hektik. Und ein kleiner Gruß darf sein: „Ich möchte mich bei euch, LigaPortal, für die gute Zusammenarbeit bedanken.“ Der Abschluss passt zum Gesamtbild dieser Saison: ehrlich, bodenständig – und mit genug Potenzial für den nächsten Schritt.