Der FC Großhöflein aus der 2. Klasse Nord zieht nach Rang elf und einem klar stärkeren Frühjahr eine positive Zwischenbilanz. Trainer Christian Neckamm sieht sein Team „auf gutem Weg“, hält den Kern der Mannschaft zusammen und gibt jungen Kräften noch mehr Raum. Ein neuer Tormann kommt, zwei U15-Talente rücken fix nach, dazu wartet ein dichter Sommerfahrplan. Im Gespräch erklärt Neckamm, warum das Frühjahr Mut macht, wie der Kader aufgestellt ist – und was bis zum Start im August passieren soll.

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Beim Blick zurück verliert Christian Neckamm keine Zeit mit Floskeln. „Wir haben im Frühjahr weit mehr umsetzen können als im Herbst“, sagt der Coach und verweist auf viele kleine Stellschrauben. „Die Mannschaft hat sich besser gefunden. Wir haben am System gearbeitet, personell leicht verändert und nach und nach die jungen Spieler aus unserer sehr starken U15 eingebaut.“ Die Wirkung war spürbar: In der Frühjahrstabelle stand Großhöflein auf Platz fünf – ein Sprung, der dem Trainer als Wegweiser dient. „Wir waren selten wirklich unterlegen. Gegen Stotzing, die immerhin Aufsteiger sind, haben wir gewonnen. Wir haben Sigleß, den Herbstmeister, in der ersten Runde besiegt“, erzählt er. Für Neckamm ist das mehr als eine Momentaufnahme: „Die Richtung hat gestimmt – jetzt gilt es, daran weiterzuarbeiten und dranzubleiben.“ Auch der stärkste Gegner bleibt ihm im Kopf: „Breitenbrunn war die beeindruckendste Mannschaft – die haben über die Saison den besten Fußball gespielt.“
Die Stimmung im Klub beschreibt Neckamm als durchwegs positiv. „Wir können den Großteil des Kaders so behalten, wie wir ihn hatten. Jeder möchte gern hierbleiben – auch unsere Leistungsträger wie Lukas Zordo oder Kevin Dancsecs“, betont er. Komplett ohne Bewegung bleibt es dennoch nicht. „Im Bereich des Torhüters gibt es eine Neuerung: Philipp Niebauer stößt zu uns.“ Gleichzeitig rücken die Talente dauerhaft nach oben. „Zwei junge Spieler aus der U15 übernehmen wir fix in die Kampfmannschaft – Riccardo Steiger und Eric Szedenik“, so der Trainer. Auf der Abgangsseite gibt es Schnitte bei den Legionären: „Darunter der Tormann Marek Adamovic und zwei Feldspieler“, erklärt Neckamm. Unklar ist die Zukunft von Jan Javorski sowie von Niklas Grabner, „der Angebote aus der Landesliga haben könnte“. Im Klubumfeld setzt man auf Kontinuität: „Nach der Vorstandssitzung ist klar, dass sich Philipp Prechtl als Kassier und Vizeobmann noch stärker einbringt – auch sportlich. Er hat unseren großartigen Nachwuchs aufgebaut.“ Dazu bleibt der Austausch mit Sportdirektor David Bognar eng, und: „Wir denken darüber nach, das Trainerteam etwas aufzupeppen – Gespräche laufen.“
Bis zum Trainingsstart am 6. Juli arbeitet die Mannschaft ein Heimprogramm ab. „Das soll die Basis legen, damit wir in der Vorbereitung richtig durchstarten“, sagt Neckamm. Geplant sind sechs Testspiele sowie intensive Einheiten. Ein Fixpunkt ist die Saisoneröffnung am 9. August – eine Woche vor Meisterschaftsbeginn. „Da präsentieren wir dem Publikum die Mannschaft und spielen gegen eine gemischte Vienna U18 Amateure.“ Inhaltlich setzt der Trainer klare Schwerpunkte: „Es geht um Kondition, das Einbinden der neuen Spieler und darum, dass die taktischen Elemente greifen. Mitte August wollen wir bereit sein.“ Auch die Marschroute für die Tabelle ist formuliert: „Wir wollen uns weiter nach oben bewegen. Das Frühjahr als Fünfter war schon ein kleines Ausrufezeichen. Trotz eher geringem Budget wollen wir das mit jungen und motivierten Spielern schaffen.“ Ein dickes Ausrufezeichen könnte schon davor die Jugend setzen: „Unsere U15 spielt am 20. Juni in Klingenbach das Landesfinale – vielleicht gibt’s ja einen Titel für Großhöflein.“