Der 2. Klasse Nord-Klub SV Seefestspiele Mörbisch am See hat eine Saison mit 31 Punkten und Rang neun abgeschlossen. Für Sektionsleiter Raphael Kummer ist die Richtung dabei klar zu erkennen: Hinten hat vieles gepasst, vorne fehlte dem Team aber über weite Strecken die nötige Durchschlagskraft. Genau dort sieht er auch den Hauptgrund dafür, dass Mörbisch am Ende nicht noch weiter vorne gelandet ist.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Wenn Kummer auf die abgelaufene Saison zurückblickt, dann fällt seine Einschätzung deutlich aus. „Unsere Defensive war ein sehr gutes, positives Zeichen“, sagt der Sektionsleiter und hebt damit genau jenen Mannschaftsteil hervor, auf den sich Mörbisch in vielen Phasen verlassen konnte. Gerade für ein Team, das sich über Einsatz, Geschlossenheit und viele Spieler aus dem eigenen Umfeld definiert, ist das ein wichtiger Punkt. Gleichzeitig spricht Kummer aber auch offen an, warum die Endplatzierung am Ende bei Rang neun stehen blieb. „Einzig die Offensive war leider ein bisschen mangelhaft. Wir haben zu wenige Tore geschossen und ich glaube, das war auch der Grund, warum wir diese Saison nicht so gut abgeschlossen haben.“ Diese Aussage zieht sich wie ein roter Faden durch die Bilanz. Mörbisch war in der Tabelle über viele Wochen im hinteren Mittelfeld zu finden, pendelte zwischen Rang acht und zwölf und beendete die Saison schließlich auf Platz neun.
Bemerkenswert ist dabei, dass Kummer trotz des klar benannten Verbesserungspotenzials kein negatives Gesamtbild zeichnet. Im Gegenteil: „Die Stimmung in der Mannschaft war trotzdem die ganze Saison sehr positiv. Auch im Verein“, sagt er. Dass die Erwartungen intern wohl etwas höher gewesen wären, verschweigt er dabei nicht. „Natürlich hätten wir uns mehr erwartet, aber im Großen und Ganzen blicken wir positiv auf die vergangene Saison zurück.“ Diese Mischung aus Ehrlichkeit und Zuversicht passt gut zu den nackten Zahlen. In den letzten fünf Saisonspielen holte Mörbisch zwei Siege, zwei Remis und eine Niederlage. Das 1:1 gegen FC Oslip, der 2:1-Erfolg gegen SV Sigleß, das 2:2 gegen SC Zagersdorf, das deutliche 1:6 gegen Breitenbrunn und zum Abschluss das 1:0 bei SC Eisenstadt 1907 zeigen, dass die Mannschaft bis zuletzt immer wieder Antworten gefunden hat. Gerade der Sieg im letzten Spiel hat noch einmal unterstrichen, dass das Team die Saison nicht austrudeln ließ. Im Gesamtbild blieb Mörbisch damit stabil, auch wenn aus Sicht des Vereins mehr drin gewesen wäre.
Für die nächsten Monate sieht Kummer mehrere Ansatzpunkte, ohne dass im Verein alles auf den Kopf gestellt werden müsste. „Der Vorstand ist gleich geblieben und auch der Trainer wird uns erhalten bleiben und gestärkt in die nächste Saison gehen“, sagt er. Kontinuität ist also ausdrücklich gewollt. Personell gibt es mit Florian Schmidt nur eine größere Baustelle. „Er hat leider eine Bänderverletzung im Knöchel, ist gerade wieder am Aufbauen und wir hoffen, dass er im Sommer wieder zurück ist“, so Kummer. Ansonsten blieb Mörbisch von gröberen Verletzungen verschont. Sportlich richtet sich der Blick auch auf Sebastian Trimmel, den Kummer ausdrücklich hervorhebt. „Unser Youngster hat sich in die Kampfmannschaft gekämpft und in seinen Partien immer gute Leistungen gebracht. Er ist ein Talent, auf dem wir nächste Saison sehr bauen.“ Dazu kommt der Stolz auf die eigene Linie. „Wir sind stolz auf jeden einzelnen Spieler, weil wir mit sehr vielen Eigengewächsen spielen, mit sehr vielen Spielern aus Mörbisch.“ Genau das gehört für Kummer zur Vereinsphilosophie. Und auch der Blick über die eigene Mannschaft hinaus fällt klar aus: Am meisten beeindruckt hat ihn St. Georgen/Eisenstadt. „Das ist eine sehr junge, hungrige Truppe mit guter Technik und viel Ambition. Ich glaube, dass sie auch in der nächsten Saison vorne mitspielen werden.“ Für Mörbisch ist die Stoßrichtung damit klar: Die defensive Basis halten, im Angriff zulegen und mit dem eigenen Weg den nächsten Schritt machen.