In der 2. Klasse Nord blickt der SC Zagersdorf nach Rang 12 mit klaren Worten und neuem Schwung nach vorn. Trainer Gerald Gollubics zieht Bilanz: „Wir haben zu wenig Punkte geholt.“ Verletzungen und Sperren bremsten, starke Auftritte brachten zu selten Zählbares. Im Verein läuft ein Umbruch mit neuem Vorstand und Trainer, Transfers sind noch offen. Ein Lichtblick war Neuzugang Florian Edler, der sich laut Gollubics menschlich wie sportlich bestens eingefügt hat.

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Die Zagersdorfer bewegten sich übers Jahr oft in der Achterbahn. In den ersten Runden reichte die Spanne von Platz 11 bis hinauf auf 5, danach pendelte sich die Mannschaft über weite Strecken rund um Rang 10 ein – am Ende steht Platz 12. Inhaltlich fasst es Gerald Gollubics ohne Ausreden zusammen: „Die Frühjahrssaison war davon überschattet, dass wir zu wenig Punkte geholt haben.“ Besonders bitter: „Gegen stärkere Gegner haben wir sehr gut gespielt, aber leider nichts mitgenommen.“ Und dort, wo normalerweise gepunktet werden sollte, blieb zu oft der Zugriff: „Gegen schwächere Teams hatten wir oft keinen guten Tag.“ Dieses Muster zog sich durch mehrere Wochen und kostete am Ende wertvolle Zähler.
Auf die Frage nach den Gründen bleibt der Trainer konkret und benennt die Stolpersteine klar: „Unterm Strich lag das auch an Verletzungen, Sperren und anderen Ausfällen. Dadurch haben wir einfach zu wenig Punkte gemacht.“ Vieles, was spielerisch gut angelegt war, sei durch fehlende personelle Konstanz immer wieder ausgebremst worden. Wer Woche für Woche umbauen muss, findet schwer den Rhythmus – gerade in einer Liga, in der Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden. Gollubics wollte diese Faktoren nicht als Schutzschild voranstellen, ordnet sie aber nüchtern ein: Die Basis habe gepasst, die Ernte blieb jedoch zu mager. Genau dort will man ansetzen: solide bleiben, aber Ergebnisse sichern.
Neben dem Sportlichen passiert in Zagersdorf viel abseits des Rasens. „Im Umfeld des Vereins gibt es einen Umbruch auf der Funktionärsseite, auch auf dem Trainerposten, und mit voller Kraft wird die neue Saison in Angriff genommen“, erklärt Gollubics. Der neue Vorstand kommt aus dem Klub selbst: „Es gibt einen neuen Vorstand, der sich größtenteils aus Spielern zusammensetzt, die mit voller Kraft die Aufgaben in Angriff nehmen.“ Dazu sagt er knapp, aber deutlich: „Auch auf der Trainerposition gibt es eine Veränderung.“ Der Tenor: frische Energie, kurze Wege, klare Zuständigkeiten. Das Ziel ist kein Schnellschuss, sondern ein geordneter Neustart mit Hausverstand – typisch Unterhaus, aber mit Plan.
Konkrete Transfermeldungen will Zagersdorf erst zum offiziellen Start verkünden. „Dazu gibt es noch keine konkreten Sachen“, sagt Gollubics. Die Devise für die kommenden Wochen ist bewusst ruhig gewählt: „Derzeit befinden wir uns in der Pause, alles Weitere dann zum Saisonauftakt vom neuen Trainer und dem neuen Vorstand.“ Einen Baustein hebt er aber hervor: „Eine positive Sache im Frühjahr war sicher die Verpflichtung von Florian Edler, der sich sowohl menschlich als auch spielerisch sehr gut in den Verein und in die Mannschaft eingefügt hat.“ Und als Messlatte nennt er den Champion: „Paradoxerweise hatten wir gegen den besten Gegner, Breitenbrunn, unsere beste Halbzeit und haben sie eine Halbzeit lang total gefordert. Für mich war Breitenbrunn völlig zu Recht Meister.“ Passend dazu: Der Titelträger holte 68 Punkte – ein klares Signal, wie hoch die Latte liegt und wohin der Blick in Zagersdorf gehen soll.