Spielberichte

„Wir haben aus vielen Chancen nur zwei Tore gemacht“ – so erklärt Gerald Kummer das 2:2 von Mörbisch

SV Mörbisch
SC Trausdorf

Zum Auftakt in der 2. Klasse Nord hat sich SV Seefestspiele Mörbisch am See in einer schnellen, von der Witterung mitgeprägten Partie mit SC Trausdorf 2:2 getrennt. Trainer Gerald Kummer sah ein ausgeglichenes Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten, haderte aber mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. Weil auch die Gäste immer wieder gefährlich blieben, ging für ihn das Remis am Ende in Ordnung.


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Nach Rückstand stark zurück, nach Führung sofort wieder gefordert

Gerald Kummer bekam genau das Spiel, das er nach dem Schlusspfiff beschrieb: eine Partie mit viel Tempo, vielen Möglichkeiten und einem Verlauf, in dem es ständig hin und her ging. Den ersten Treffer setzte SC Trausdorf in der 15. Minute durch Tobias Mayerhofer, doch SV Seefestspiele Mörbisch am See ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und kam noch vor der Pause durch Tobias Polleres zum 1:1. Für den Trainer passte dieses Zwischenresultat zum Verlauf, weil seine Mannschaft gerade im ersten Abschnitt mehrmals dran war. „In der ersten Halbzeit waren wir näher am Sieg, konnten unsere Chancen aber wieder einmal nicht nutzen“, sagte Gerald Kummer. Kurz nach dem Seitenwechsel drehte Julian Martschitz das Spiel in der 53. Minute auf 2:1, aber die Antwort der Gäste folgte sofort. Marcell Deak traf nur zwei Minuten später zum 2:2. Spätestens da war klar, dass sich dieses Spiel nicht auf eine Seite kippen lassen wollte.

Die verpasste Möglichkeit, den Deckel draufzumachen

Gerade die Phase nach dem Seitenwechsel blieb dem Trainer besonders hängen, weil SV Seefestspiele Mörbisch am See dort die große Chance hatte, sich abzusetzen. Gerald Kummer sprach von einer Corner-Serie, in der seine Mannschaft das dritte Tor hätte nachlegen können. „Wir haben es leider verabsäumt, in der zweiten Halbzeit nach einer Corner-Serie ein Tor zu erzielen. Dann hätte das den Deckel draufgemacht und der Sieg wäre auf unserer Seite gewesen“, meinte er. Stattdessen blieb SC Trausdorf im Umschalten immer gefährlich. Auch das sprach Gerald Kummer offen an: Die Gäste hätten in der zweiten Halbzeit „den einen oder anderen Konter fertig spielen“ können und den Sieg ebenso mitnehmen können. Darum fiel seine Einordnung trotz des Ärgers über die ausgelassenen Chancen am Ende nüchtern aus. „Beide Seiten hätten den Sieg holen können, aber auch verlieren können“, sagte der Trainer. Für ihn war es deshalb unterm Strich „ein gerechtes Unentschieden“.

Piringer hält den Punkt fest, Kummer lobt Kampf und Haltung

Dass sich der Frust über die ausgelassenen Möglichkeiten bei Gerald Kummer in Grenzen hielt, lag auch an der personellen Lage seiner Mannschaft. „Es wurde gekämpft. Auch aufgrund der Personalnot war das nicht selbstverständlich. Es wurde bis zum Letzten gekämpft und deshalb auch verdient der Punkt geholt“, sagte der Trainer. Besonders hob er Matthias Piringer hervor, der diesmal für Einser-Tormann Bastian Ruffini eingesprungen ist. „Er hat uns in der einen oder anderen Situation den Punkt gerettet“, betonte Gerald Kummer und bedankte sich ausdrücklich bei seinem Torhüter. Auch den Gegner ordnete er klar ein: SC Trausdorf sei eine sehr junge Mannschaft mit viel Potenzial, zeitweise aber noch nicht ganz eingespielt gewesen. Dazu kam aus seiner Sicht eine unauffällige und gute Leitung des Spiels. „Der Schiedsrichter war top, hatte das Spiel stets im Griff“, sagte er. Für SV Seefestspiele Mörbisch am See bleibt damit zum Start nicht nur ein Punkt, sondern vor allem die Erkenntnis, dass bei besserer Chancenauswertung sogar mehr möglich gewesen wäre.

2. Klasse Nord: Mörbisch : Trausdorf - 2:2 (1:1)

  • 55
    Marcell Deak 2:2
  • 53
    Julian Martschitz 2:1
  • 36
    Tobias Polleres 1:1
  • 15
    Tobias Mayerhofer 0:1