Zum Auftakt der 2. Klasse Nord hat SC Zagersdorf gegen UFC Schützen am Gebirge trotz zwischenzeitlicher Führung mit 2:3 verloren. Trainer Mario Stocker sah ein Spiel, in dem seine Mannschaft nach schwierigem Beginn mehr Anteile hatte, sich offensiv aber zu selten sauber durchspielte. Aus seiner Sicht machten am Ende zwei schlecht verteidigte Standards, ein umstrittenes 2:2 und zu wenige Ideen nach vorne den Unterschied.

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Die Partie begann aus Sicht von Mario Stocker genau so, wie es sich der SC Zagersdorf nicht vorgestellt hatte. Der Trainer sprach von einem „schwierigen Spiel mit Vorteilen am Anfang für Schützen“, und dieser Eindruck zeigte sich früh auch auf der Anzeigetafel. Schon in der 2. Minute brachte Philipp-Libor Neher den UFC Schützen am Gebirge mit 1:0 in Führung. Danach kam der SC Zagersdorf aber besser ins Spiel und übernahm laut Stocker mehr und mehr die Kontrolle. „Danach haben wir das Spiel in die Hand genommen, mehr Spielanteile gehabt“, sagte der Trainer. Der Ausgleich fiel in der 28. Minute durch Manuel Lux, und kurz vor der Pause schien die Partie sogar in Richtung der Hausherren zu kippen, als Nino Edmund Schanta in der 40. Minute das 2:1 erzielte. Doch noch vor dem Seitenwechsel kam der nächste Rückschlag: Pascal Wirth traf in der 42. Minute zum 2:2, mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeit.
Gerade diese Gegentreffer waren für Stocker nach dem Schlusspfiff das große Thema. Auf die Frage nach dem entscheidenden Moment der Niederlage nannte er „zwei Standardsituationen gegen uns“ und ergänzte auch gleich, dass seiner Mannschaft in der Offensive die Ideen gefehlt hätten. Noch deutlicher wurde er bei der Beschreibung der Tore. „Zwei Eckbälle gegen uns, die wir nicht gut verteidigt haben“, sagte Stocker, und genau dort sah er den Hauptgrund dafür, dass der SC Zagersdorf trotz guter Phasen am Ende ohne Punkte dastand. Besonders am Treffer zum 2:2 arbeitete sich der Trainer ab. Aus seiner Sicht fiel dieser Ausgleich „durch eine Abseitsstellung, die der Schiedsrichter nicht gesehen hat“, ehe seine Mannschaft die Situation danach ebenfalls nicht sauber verteidigte. Nach dem Seitenwechsel traf dann erneut Philipp-Libor Neher in der 51. Minute zum 3:2 für den UFC Schützen am Gebirge. Dass Stocker die Niederlage nicht mit einer klar besseren Leistung des Gegners erklärte, zeigte auch seine knappe Antwort auf die Frage, was der Gegner besser gemacht habe: „Gar nichts.“
Dass der SC Zagersdorf nach dem 2:3 noch genügend Zeit für eine Antwort hatte, unterstrich nur noch einmal, woran es aus Sicht des Trainers fehlte. In der 58. Minute sah Paul Komlos vom UFC Schützen am Gebirge die Rote Karte, die Gäste mussten also mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl auskommen. Trotzdem gelang dem SC Zagersdorf kein weiterer Treffer mehr. Stocker führte das in erster Linie auf die eigene Spielweise im letzten Drittel zurück. „Wir haben zu langsam fertig gespielt, nicht genau fertig gespielt“, sagte er, und auf die Frage, was konkret nicht funktioniert habe, formulierte er es noch direkter: „Dass wir offensiv nicht sauber fertig gespielt haben.“ Dazu kam aus seiner Sicht eine auf beiden Seiten schwache Leistung des Unparteiischen. Stocker verwies auf Karten, die seiner Meinung nach gegen den UFC Schützen am Gebirge noch möglich gewesen wären, und auf einen Elfmeter, der dem SC Zagersdorf in der zweiten Halbzeit nicht zugesprochen worden sei. Unterm Strich blieb für ihn aber vor allem eine klare Einordnung dieses Auftakts: „Der Glücklichere hat gewonnen.“ Für den SC Zagersdorf steht damit zum Start ein 2:3, bei dem laut Trainer weniger der Gegner als die Summe aus Standardschwäche, umstrittenem Ausgleich und fehlender Durchschlagskraft vorne den Ausschlag gab.