In der 2. Klasse Nord hat sich UFC St. Georgen/Eisenstadt am Freitagabend mit 4:1 gegen UFC Oggau durchgesetzt und damit den dritten Sieg im dritten Spiel eingefahren. Trainer Christopher Pinter sprach nach dem Spiel von einer intensiven Partie auf gutem Niveau und sah vor allem zwei Schlüsselmomente: das 2:0 kurz vor der Pause und den Oggauer Anschlusstreffer zum 2:1.
Der Abend entwickelte sich nach den Worten von Pinter von Beginn an so, wie es ein Spitzenspiel in dieser Liga braucht. „Es war ein sehr intensiv geführtes Spiel beider Mannschaften, sicher mit mindestens Erste-Klasse-Niveau“, sagte der Trainer. Auf dem Platz schlug sich das zunächst in einer engen ersten Hälfte nieder, in der St. Georgen in der 26. Minute durch Oliver Mancs in Führung ging. Wirklich besonders hob Pinter aber den zweiten Treffer hervor, den Max Manninger in der 45. Minute zum 2:0 erzielte. Für den Trainer war dieses Tor einer der ganz entscheidenden Punkte des Spiels, auch weil es „ein gut rausgespielter Angriff aus der eigenen Hälfte“ war und damit genau das zeigte, was seine Mannschaft an diesem Abend auszeichnete.
Mit dem 2:0 zur Pause hatte sich St. Georgen eine gute Ausgangsposition geschaffen, erledigt war die Sache damit aber noch nicht. Oggau kam in der 54. Minute durch Dominik Heiling auf 2:1 heran und brachte das Spiel damit noch einmal in eine Phase, die Pinter ebenfalls als spielentscheidend einstufte. „Das 2:0 kurz vor der Pause für uns und dann das 2:1 für Oggau waren sicher Momente im Spiel, die entscheidend waren“, erklärte er. Dass die Partie danach nicht kippte, sondern am Ende doch noch klar bei den Gastgebern blieb, machte die Schlussphase aus. In der 83. Minute stellte Felix Dörflinger auf 3:1, in der 90. Minute sorgte Philipp Graf mit dem 4:1 für den Schlusspunkt und gab dem Ergebnis schließlich eine Deutlichkeit, die sich erst spät voll entwickelte.
Für den Trainer lag der Schlüssel zum Heimsieg dabei nicht in einzelnen Aktionen, sondern im gesamten Auftreten seiner Elf. Pinter sprach weniger über Glanzpunkte als über das, was im Unterhaus oft den Unterschied macht. „Dass wir als Mannschaft aufgetreten sind, uns gegenseitig unterstützt haben und die Grundtugenden des Fußballs auf den Platz gebracht haben“, nannte er als wichtigste Gründe für den Erfolg. Genau darin sah er den starken Teil des Auftritts. St. Georgen brachte das nicht nur auf die Anzeigetafel, sondern zeigte auch genau die Haltung, die der Trainer eingefordert hatte.
So klar das 4:1 am Ende klingt, Pinter ordnete den Gegner dennoch sehr respektvoll ein. „Der Gegner war wie erwartet stark und hat mit dem vorhandenen Personal alles in die Waagschale geworfen, sie sind weiterhin der große Titelfavorit“, sagte der St.-Georgen-Coach. Das passt auch zum Verlauf, denn nach dem 2:1 war die Begegnung noch einmal offen, ehe die späten Treffer für die Entscheidung sorgten. Für St. Georgen ist der Abend damit in mehrfacher Hinsicht gelungen: ein intensives Spiel bestanden, die Schlüsselmomente auf die eigene Seite gezogen und nach drei Runden mit neun Punkten an der Spitze geblieben. Der Saisonstart liest sich damit stark, aber nach 3 Runden ist noch keiner abgestiegen und auch niemand aufgestiegen, auch wenn dieser Sieg laut Trainer vor allem deshalb wertvoll war, weil er gegen einen erwartbar unangenehmen Gegner hart erarbeitet werden musste.