In der 2. Klasse Nord hat SV Seefestspiele Mörbisch am See am dritten Spieltag gegen SV Sigleß mit 3:1 gewonnen. Trainer Gerald Kummer sah eine schnelle und interessante Partie, in der seine Mannschaft mit den ersten beiden Treffern den Grundstein legte. Dass Mörbisch am Ende voll anschrieb, lag aus seiner Sicht weniger an spielerischer Überlegenheit als an Effizienz, Zweikampfstärke und stabiler Defensivarbeit.

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Schon der Beginn zeigte, dass es kein zähes Spiel werden würde. Kummer sprach von einer „schnellen, interessanten Partie“, in der sich zunächst vieles im Mittelfeld abspielte und klare Torchancen nicht im Minutentakt kamen. Trotzdem erwischte Mörbisch den besseren Start. Bereits in der 7. Minute brachte David Milenkovic die Gastgeber in Führung, und Kummer schilderte den Treffer knapp, aber präzise: „Das 1:0 war ein Schuss aus 25 Metern.“ Damit war früh ein Vorsprung da, ohne dass die Partie danach ihren Charakter verlor. Das Tempo blieb hoch, Sigleß hielt dagegen, und bis zur Pause blieb es beim 1:0 für die Hausherren.
Kummer machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, welche Szenen für ihn den Ausschlag gaben. „Die ersten beiden Tore, die wir erzielt haben, waren entscheidend“, sagte der Trainer. Nach dem 1:0 durch Milenkovic legte Mörbisch in der 62. Minute nach. Marc Heger traf zum 2:0, und auch dazu lieferte Kummer eine klare Einordnung: „Das 2:0 war die Folge eines schnell abgespielten Freistoßes.“ Ganz entschieden war die Sache damit aber noch nicht, weil Abdulkadir Ceri Sigleß in der 79. Minute noch einmal auf 1:2 heranbrachte. Erst in der Nachspielzeit machte Tobias Fischl mit dem 3:1 den Heimsieg endgültig zu.
Interessant war dabei, dass Kummer die Leistung seiner eigenen Mannschaft recht nüchtern beurteilte. „Kämpferisch sind wir immer top. Spielerisch war diesmal der Gegner ein wenig stärker als wir. Da müssen wir noch nachlegen“, sagte er. Genau darin lag für ihn auch der Unterschied zwischen Ergebnis und Spielanlage. Mörbisch nutzte seine Möglichkeiten konsequent genug, während Sigleß über weite Strecken als junge, mutige Mannschaft auftrat. Kummer sprach den Gästen ausdrücklich Anerkennung aus: „Der Gegner war eine sehr junge Mannschaft, dazu mit zwei, drei Routiniers. Das Gefüge der Mannschaft war gut, und die Zukunft gehört sicher Sigleß.“ Für die Gastgeber war es damit ein Sieg der Arbeit und nicht einer, den man nur mit spielerischer Überlegenheit erklären könnte.
Ein weiterer Punkt, den der Trainer hervorhob, war die Defensivarbeit. Besonders Stefan Schwital bekam von Kummer ein Sonderlob, weil er „den gefährlichsten Stürmer der Gegner stets im Griff hatte“. Zur Stimmung hatte er dennoch einen positiven Eindruck: „Die Stimmung war gut.“ Mit dem 3:1 steht Mörbisch nach drei Runden bei fünf Punkten und nimmt aus diesem Abend vor allem die Tore zur rechten Zeit mit.