In der 2. Klasse Nord hat FC Großhöflein am Freitagabend in Runde sechs gegen UFC Oggau mit 1:5 verloren. Die Gäste legten mit drei frühen Treffern schon vor der Pause den Grundstein, gaben nach Ansicht von Trainer Hans Peter Kusolits zwischendurch aber die Kontrolle etwas ab. Spätestens mit dem 4:0 nach der Pause war für ihn klar, dass diese Partie nicht mehr kippen würde.

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Schon der Beginn lief ganz nach Oggauer Geschmack. Julian Kröss stellte in der 6. Minute auf 0:1, Patrik Papranec legte nur sechs Minuten später das 0:2 nach und Florian Kucher sorgte in der 19. Minute bereits für das 0:3. Kusolits hob genau diese Phase nach dem Spiel hervor, weil seine Mannschaft dort das getan habe, was sie sich vorgenommen hatte. „Wir haben starke 20 Minuten gehabt, in denen wir das Spiel gut im Griff gehabt haben.“, sagte der Trainer. Für ihn war damit die Basis gelegt, zumal „ausschlaggebend sicherlich das frühe 1:0“ gewesen sei. Mit diesem klaren Vorsprung ging es dann auch mit einem 0:3 aus Sicht der Gastgeber in die Pause.
Ganz so geradlinig, wie das Endergebnis später wirkt, sah Kusolits die Partie aber nicht. „Wir sind relativ früh 3:0 in Führung gegangen, haben dann aber irgendwie die Kontrolle abgegeben“, erklärte der Oggauer Trainer. Großhöflein kam seiner Einschätzung nach in dieser Phase zu Möglichkeiten, hatte einen Latteneschuss und noch eine gute Torchance. Nach dem Seitenwechsel fiel in der 55. Minute durch ein Eigentor von Marco Fiegerl das 0:4, und genau dieser Treffer war für Kusolits der zweite klare Schlüsselmoment des Abends. „Nach dem 4:0 war es für mich klar, dass das ein Sieg für uns wird“, sagte er. Daran änderte auch das 1:4 durch Attila Fajt in der 69. Minute nichts mehr Wesentliches.
Oggau brachte den Vorsprung danach über die restliche Spielzeit hinweg sicher ins Ziel und setzte in der 85. Minute noch den Schlusspunkt, als Michael Mali auf 1:5 stellte. Gerade dieses letzte Tor war für Kusolits ein wichtiger Punkt, weil seine Mannschaft trotz der Phase mit weniger Kontrolle nicht mehr entscheidend ins Wanken geriet. Ganz zufrieden war er aber trotzdem nicht. „Wenn man 3:0 vorne ist, braucht man nicht so viel Hektik. Wir müssen auf alle Fälle viel mehr Ruhe bewahren am Ball“, forderte er und verwies zugleich darauf, dass ein besseres Passspiel auf diesem Platz nicht ganz einfach gewesen sei. Den Gegner beschrieb Kusolits als „sehr unangenehm“, weil Großhöflein nie aufgehört habe, Fußball zu spielen und immer wieder Nadelstiche gesetzt habe. Mit dem Auswärtssieg hält Oggau nach sechs Runden bei zwölf Punkten und bleibt damit auf Rang zwei.