In der 2. Klasse Nord hat SV Sigleß gegen UFC St. Georgen/Eisenstadt nach einem wilden Verlauf 4:4 gespielt. Die Gäste lagen zur Pause 2:1 vorne, gerieten nach dem Seitenwechsel 2:3 in Rückstand, drehten die Partie noch einmal auf 4:3 und mussten in der 93. Minute doch noch den Ausgleich durch einen Elfmeter hinnehmen. Trainer Christopher Pinter sprach danach von einem Abend, der alles dabei hatte!

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Schon die Anfangsphase zeigte, in welche Richtung dieser Abend gehen würde. Max Manninger brachte St. Georgen in der 7. Minute mit 1:0 in Führung, doch Sigleß antwortete fast sofort und kam durch Abdulkadir Ceri nur drei Minuten später zum 1:1. Die Gäste ließen sich davon aber nicht aus dem Rhythmus bringen und gingen in der 30. Minute durch Oliver Mancs erneut in Front. Mit diesem 2:1 für St. Georgen ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Bild wieder. Mikail Baydilek stellte in der 52. Minute auf 2:2, Jakob Krenn traf in der 59. Minute zum 3:2 für die Gastgeber. St. Georgen musste also erneut reagieren und tat das auch. Christopher Pinter glich in der 74. Minute zum 3:3 aus, Nikolaus Krizsanits stellte in der 80. Minute auf 4:3 für die Gäste. Dass am Ende dennoch nur ein Punkt blieb, lag am späten 4:4 durch Ceri per Elfmeter in der Nachspielzeit.
Pinter musste nach dem Schlusspfiff nicht lange nach Worten suchen, weil der Spielverlauf für sich sprach. „Sehr intensiv. Wenn es 4:4 ausgeht und acht Tore fallen, weiß man, dass offensiv von beiden Teams viel richtig gemacht wurde“, sagte der Trainer. Genau so hatte er die 90 Minuten erlebt: als ständiges Hin und Her, ohne dass sich eine Mannschaft dauerhaft absetzen konnte. „Wir haben eine Führung hergegeben, haben einen Rückstand aufgeholt. In dem Spiel war einfach alles dabei“, fasste er zusammen. Besonders der Abschnitt nach dem 3:2 für Sigleß blieb ihm hängen. Dass seine Mannschaft erst zum 3:3 zurückkam und danach sogar noch das 4:3 nachlegte, war für ihn ein Beleg dafür, dass St. Georgen extrem charakterstark ist. Umso bitterer war aus seiner Sicht der Schlusspunkt. „Am Ende fühlt es sich natürlich eher wie eine Niederlage an, wenn der Gegner in der 93. Minute den Elfmeter zum 4:4 einschiebt.“
Trotz des verpassten Sieges hob der St. Georgener Trainer auch Dinge hervor, die ihm gefallen haben. „Eigentlich muss ich sagen, haben wir die Idee vom Fußball, die wir auf diesem kleinen Platz umsetzen wollen, sehr gut getroffen“, sagte Pinter. Vor allem die vier eigenen Treffer waren für ihn kein Zufallsprodukt. „Alle vier Tore sind so passiert, wie wir sie wollen, dass sie passieren.“ Gleichzeitig sprach er aber auch die Kehrseite des 4:4 klar an. „Wenn du vier Tore bekommst, ist es dann in Summe zu viel, um als Sieger vom Platz zu gehen.“ Pinter sah zwei unterschiedliche Ansätze aufeinandertreffen, weil Sigleß laut ihm über Kurzpassspiel und flache Bälle in den Rücken der Abwehr kommen wollte, während St. Georgen einen anderen Weg wählte. Dass beide Mannschaften damit erfolgreich sein konnten, zeigte das Ergebnis deutlich. Für den Tabellenführer der 2. Klasse Nord bleibt es damit bei einem Punkt mehr in der Tabelle, die Aufarbeitung will Pinter wie jede Woche gewohnt am 1. Training nach dem Spiel angehen: Seine Mannschaft werde das Spiel analysieren, weiter an der eigenen Spielidee arbeiten und sich auf das nächste Heimspiel im „wunderschönen Stadion“ freuen.