In der 2. Klasse Nord musste sich UFC Oggau am Samstag vor eigenem Publikum gegen SV Sigleß mit 0:2 geschlagen geben. Nach dem 0:1 durch Martin Draskoczi in der 24. Minute lief Oggau lange einem Rückstand nach, ehe Abdul Aldeiri in der 77. Minute alles klar machte. Trainer Hans Peter Kusolits sah vor allem die angespannte Personalsituation und zu einfache Fehler in der Defensive als Hauptgründe.

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Für Kusolits begann die Erklärung der Niederlage schon bei der personellen Lage. „Sieben Stammspieler können wir nicht einfach ersetzen“, sagte der Oggau-Trainer und machte damit klar, unter welchen Voraussetzungen seine Mannschaft in diese Partie ging. Trotzdem wollte er das 0:2 nicht allein daran festmachen. Vor allem das erste Gegentor störte ihn, weil es aus seiner Sicht vermeidbar gewesen wäre. „So dürfen wir uns in der Defensive nicht präsentieren. Es geht für den Gegner bei uns hinten viel zu leicht“, sagte Kusolits. Noch konkreter wurde er beim Blick auf das 0:1 durch Martin Draskoczi in der 24. Minute: „Da wird ein Ball in den Fünfer gespielt. Das müssen wir einfach klären, einen Corner draus machen, dann passiert wahrscheinlich nichts. So vertändeln wir den Ball, der Gegenspieler kommt an den Ball und macht das 1:0.“ Mit diesem Rückstand ging Oggau dann auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel lief Oggau weiter dem Rückstand nach, ohne dabei in der Offensive wirklich den nötigen Druck aufzubauen. Genau das sprach Kusolits nach dem Spiel offen an. „Die Durchschlagskraft in der Offensive war heute nicht so vorhanden“, sagte er. Dazu kam, dass Patrik Papranec laut seinem Trainer angeschlagen in die Partie gegangen war und später nicht durchspielen konnte. „Papranec hat verletzt gespielt, wir haben ihn dann austauschen müssen“, erklärte Kusolits. Die derzeitige Situation schilderte er deutlich: „Momentan blasen wir aus dem letzten Loch. Wir müssen schauen, dass der ein oder andere Verletzte zurückkommt, dann werden wir uns wieder leichter tun.“ Während Oggau also nach Lösungen suchte, spielte Sigleß die Partie aus Sicht des Oggauer Trainers sehr abgeklärt weiter. In der 77. Minute machte Abdul Aldeiri mit dem 0:2 schließlich alles klar.
Trotz der Niederlage wollte Kusolits seiner Mannschaft den Einsatz ausdrücklich nicht absprechen. „Das Bemühen will ich ihr überhaupt nicht absprechen. Wir haben uns nach Kräften gewehrt“, sagte der Trainer. Gerade in der Schlussphase sah er noch einmal Möglichkeiten, das Spiel vielleicht doch noch enger zu machen. „Wir sind noch zu der einen oder anderen Top-Möglichkeit gekommen, haben sie aber nicht gemacht“, meinte er. Den Gegner beschrieb er als routiniert und kontrolliert. „Sigleß hat das sehr kontrolliert runtergespielt. Es ist eine routinierte Mannschaft mit dem einen oder anderen sehr guten Spieler“, sagte Kusolits. Auch mit der Spielleitung hatte er kein Thema: Der Schiedsrichter habe „ein einfaches Match“ gehabt, es sei insgesamt sehr ruhig geblieben. So fiel sein Schlusswort klar aus: „In Summe muss man sagen, es war ein verdienter Sieg.“ Für Oggau bleibt damit nach der siebenten Runde Platz fünf mit zwölf Punkten, Sigleß zieht mit 13 Zählern an Oggau vorbei und auf Rang drei.