In der 2. Klasse Nord hat sich der SV Seefestspiele Mörbisch am See am Samstag mit 3:0 gegen den UFC Schützen am Gebirge durchgesetzt. Trainer Gerald Kummer sah seine Mannschaft von Beginn an mit viel Ballbesitz und klaren Vorteilen agieren, ärgerte sich aber erneut über die Chancenverwertung. Nach dem knappen 1:0 zur Pause brachte ein Doppelschlag direkt nach Wiederbeginn die Entscheidung.

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Schon in der Anfangsphase war zu sehen, in welche Richtung der Nachmittag laufen würde. Mörbisch hatte laut Kummer vom Anpfiff weg mehr vom Spiel, war im Ballbesitz das aktivere Team und kam immer wieder zu Möglichkeiten. „Mörbisch war von Anfang an überlegen und hatte viel Ballbesitz und spielte Chance um Chance heraus“, sagte der Trainer nach der Partie. Dass es zur Pause trotzdem nur 1:0 stand, passte für ihn nicht ganz zum Verlauf. Den einzigen Treffer des ersten Durchgangs erzielte Tobias Polleres in der 16. Minute, doch aus Sicht des Trainers hätte seine Mannschaft schon früher klarere Verhältnisse schaffen können. „Nur nutzten wir wenige davon“, brachte es Kummer auf den Punkt. Genau darin lag für ihn der einzige gröbere Makel in einer ersten Hälfte, in der seine Mannschaft das Spiel schon weitgehend unter Kontrolle hatte.
Gerade deshalb bekam die Phase direkt nach dem Seitenwechsel besondere Bedeutung. Was vor der Pause noch liegen geblieben war, erledigte Mörbisch dann innerhalb weniger Minuten. Mark Varga erhöhte in der 46. Minute auf 2:0, nur drei Minuten später legte David Milenkovic das 3:0 nach. Für Kummer war damit auch der spielentscheidende Abschnitt klar benannt: „Gleich nach der Pause mit einem Doppelschlag war das Spiel dann entschieden.“ Besonders in Erinnerung blieb ihm dabei nicht nur das schnelle Nachlegen, sondern auch die Konsequenz seiner Mannschaft im Nachsetzen. „Wir mussten immer den zweiten Punch, den Nachschuss, nutzen. Es ist immer jemand nachgekommen und hat das Tor dann doch noch erzielt“, sagte er. Trotz dieser Beschreibung machte der Trainer auch klar, dass die Treffer für ihn keineswegs zufällig entstanden, sondern sauber vorbereitet waren: „Herausgespielt waren in Wahrheit alle Tore.“
Dass Mörbisch den Vorsprung danach ohne besondere Probleme über die Zeit brachte, führte Kummer vor allem auf den Auftritt seiner gesamten Mannschaft zurück. „Die mannschaftliche Geschlossenheit“ nannte er als entscheidenden Faktor und wurde dabei deutlich: „Alle haben für jeden gekämpft. Jeder hat die Fehler des anderen ausgebügelt.“ Dazu kam nach seiner Einschätzung ein klares Übergewicht im Mittelfeld. „Wir waren mehr eingespielt als Schützen. Das hat man von Anfang an gesehen, wir hatten im Mittelfeld das Übergewicht und viel Ballbesitz. Deshalb musste Schützen sehr viel laufen“, sagte der Mörbisch-Coach. Beim Gegner fielen ihm viele junge Spieler auf, was für ihn darauf hindeutete, dass nicht die gewohnte Besetzung zur Verfügung stand. Diskussionsstoff gab es laut Kummer kaum, auch den Unparteiischen bewertete er klar positiv: „Die Schiedsrichterleistung war top.“ Gleichzeitig nahm Kummer auch den nächsten Auftrag mit: „Luft nach oben haben wir wieder einmal in der Chancenverwertung.“