Spielberichte

"Wir waren dem 2:2 näher" – Großhöflein verliert nach starkem Beginn der zweiten Hälfte den Faden

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FC Großhöflein
SV Sigleß

In der 2. Klasse Nord musste sich FC Großhöflein am Sonntag gegen SV Sigleß mit 1:4 geschlagen geben. Trainer Mario Viska sah dabei lange ein offenes Spiel, in dem seine Mannschaft bis zum ersten Gegentor gut mithielt. Nach der Pause drückten die Gastgeber auf den Ausgleich, ehe ein Konter zum 1:3 die Partie kippte und den Gästen danach auch noch der vierte Treffer gelang.


Fußballspieler im engen Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Bis zur 36. Minute voll dabei, dann kippt das Spiel schnell

Mario Viska ärgerte sich vor allem darüber, dass seine Mannschaft bis zum 0:1 vieles ordentlich gemacht hatte und sich dann innerhalb weniger Minuten selbst in Rücklage brachte. "Bis zum 1:0 haben wir gut mitgespielt. Da hat man keinen Unterschied gemerkt, wer hinten drinsteckt oder wer vorne mitspielt", sagte der Trainer. Gemeint war damit auch die Ausgangslage in der Tabelle, in der Sigleß als Dritter vorne dabei ist, während Großhöflein im hinteren Bereich steht. Auf dem Platz war davon zunächst wenig zu sehen. Dann traf Oliver Ilkoski in der 36. Minute zum 0:1, zwei Minuten später legte Mikail Baydilek das 0:2 nach. Viska sprach davon, dass seine Mannschaft in dieser Phase "zu weit weg von den Gegnern, zu passiv" gewesen sei und die Abschlüsse vor dem Sechzehner zugelassen habe. Auch die Besetzung im Rückraum habe nicht gepasst, wodurch die Viererkette zu oft auf sich allein gestellt gewesen sei. Statt mit einem 0:0 in die Pause zu gehen, lag Großhöflein damit zur Halbzeit 0:2 zurück.

Großhöflein kommt stark zurück, das 1:3 nimmt den Schwung

Trotz des Rückstands war Viska mit dem Auftritt seiner Mannschaft nach der Pause sehr einverstanden. "Ich war stolz auf unsere Jungs, weil wir die ersten zwanzig Minuten nach der Halbzeit wirklich dominiert haben", sagte er. Großhöflein sei aggressiver gewesen, habe im Pressing gut gearbeitet und Sigleß tief hineingedrückt. Dazu passte auch der Anschlusstreffer von Leon Zsuganits in der 60. Minute, der die Partie wieder offen machte. Der Trainer ging sogar noch einen Schritt weiter und sagte: "Wir waren dem 2:2 näher als der Gegner dem 3:1." Genau deshalb schmerzte ihn die Szene vor dem 1:3 besonders. Nach einem eigenen langen Einwurf im vorderen Drittel habe seine Mannschaft den Konter nicht mehr sauber verteidigt, sei nicht mehr rechtzeitig in die Zweikämpfe gekommen und habe die Situation nicht unterbunden. Benjamin Radislovitsch nutzte das in der 82. Minute zum 1:3. "Dann war die Luft draußen", sagte Viska. Dass Radislovitsch drei Minuten später auch noch das 1:4 machte, wertete der Trainer nur noch als Draufgabe.

Effizienz fehlt, trotzdem will Viska auf die zweite Hälfte aufbauen

In seiner Analyse kam Viska immer wieder auf zwei Punkte zurück: die Effizienz vor dem Tor und die körperliche Komponente. "Der Unterschied war definitiv die Fitness", sagte der Großhöflein-Coach offen. Seine Mannschaft habe gewisse Wege nicht über die vollen neunzig Minuten gehen können, sondern nur über Phasen des Spiels. Dazu sei Sigleß vor dem Tor gefährlicher und konsequenter gewesen. Auch in den entscheidenden Zweikämpfen der ersten Hälfte sah er klare Mängel. "Wir müssen von Haus aus konzentriert sein, von Haus aus nichts zulassen, von Haus aus aggressiv sein", forderte er. Den Schiedsrichter wollte Viska trotz kleinerer Kritik nicht als Ausrede gelten lassen. Er habe "sehr viele Fouls für uns nicht" gepfiffen, sei aber keinesfalls schuld an der Niederlage gewesen. Im Gegenteil, der Trainer meinte, der Unparteiische habe die Partie insgesamt ordentlich gelöst und am Ende sogar eine kleine Eskalation verhindert. Entscheidend blieb für ihn etwas anderes: "Die zweite Halbzeit hat uns gezeigt, dass wir nicht dorthin gehören, wo uns die Tabelle aktuell platziert." Genau daran will Großhöflein nun im nächsten Spiel gegen SC Zagersdorf anknüpfen.

2. Klasse Nord: Großhöflein : Sigleß - 1:4 (0:2)

  • 85
    Benjamin Radislovitsch 1:4
  • 82
    Benjamin Radislovitsch 1:3
  • 60
    Leon Zsuganits 1:2
  • 38
    Mikail Baydilek 0:2
  • 36
    Oliver Ilkoski 0:1