Spielberichte

"Wir haben es am Schluss einfach erzwungen" – Fabian Schmal trifft doppelt für Zagersdorf

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SC Zagersdorf
FC Großhöflein

In der 2. Klasse Nord hat SC Zagersdorf gegen FC Großhöflein mit 2:1 gewonnen, doch der Heimsieg war für Mario Stocker alles andere als ein Selbstläufer. Der Trainer sah einen starken Start, viele vergebene Möglichkeiten und am Ende einen Erfolg, den seine Mannschaft laut eigener Aussage "am Schluss einfach erzwungen" hat. Dass Fabian Schmal zweimal traf, passte zu einem Nachmittag, an dem Zagersdorf lange auf die späte Belohnung warten musste.


Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Früher Treffer, dann kam Großhöflein ins Spiel

Zagersdorf erwischte genau den Beginn, den sich Stocker von seiner Mannschaft gewünscht hatte. Schon in der 3. Minute brachte Fabian Schmal die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und aus Sicht des Trainers hätte diese Anfangsphase eigentlich für deutlich mehr reichen müssen. "Wir haben endlich einmal so begonnen, wie wir uns das gewünscht haben", sagte Stocker nach dem Spiel. Danach sah er Chancen auf ein 2:0 oder sogar 3:0, doch genau dort lag für ihn schon das Hauptproblem dieses Nachmittags. Weil die Möglichkeiten nicht genutzt wurden, verlor seine Mannschaft ein Stück weit den Zugriff. Großhöflein kam besser hinein, übernahm phasenweise mehr vom Spiel und wurde dafür in der 36. Minute durch Lorenzo Christian Baier mit dem Ausgleich zum 1:1 belohnt. Stocker sprach davon, dass seine Elf den Gegner "ins Spiel kommen" ließ. Bis zur Pause blieb es dann bei diesem Zwischenstand, in einer Partie, die schon da nicht mehr klar einer Mannschaft gehörte.

Nach der Pause offen, in der Schlussphase entschieden

Nach dem Seitenwechsel sah der Zagersdorf-Coach seine Mannschaft wieder aktiver. "Wir haben dann wieder mehr Biss gehabt", sagte Stocker, und damit beschrieb er eine zweite Hälfte, in der seine Elf erneut zu Möglichkeiten kam, diese aber wieder zu leichtfertig liegen ließ. Gleichzeitig blieb die Begegnung offen, weil auch Großhöflein zu Chancen kam und sich nicht versteckte. Für Stocker war das deshalb ein Spiel "auf Messers Schneide". Viel deutete darauf hin, dass der nächste Treffer auch die Entscheidung bringt. Genau so kam es dann auch. In der Schlussphase warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorne. Stocker sagte, seine Mannschaft sei "all-in gegangen", und genau dieser Druck zahlte sich kurz vor Schluss aus. In der 89. Minute traf Fabian Schmal zum zweiten Mal an diesem Tag und stellte auf 2:1. Damit war die Partie spät, aber doch noch zugunsten der Hausherren entschieden.

Viel Wille, aber vor dem Tor zu wenig Konsequenz

Dass Zagersdorf am Ende trotzdem als Sieger vom Platz ging, erklärte Stocker vor allem mit der Haltung seiner Mannschaft. "Sie hat den Willen gehabt, das Spiel bis zur letzten Sekunde zu gewinnen", sagte der Trainer, und genau darin sah er die größte Stärke seines Teams. Nach dem Ausgleich nicht den Kopf zu verlieren und nach der Pause noch einmal zuzulegen, wertete er positiv. Gleichzeitig machte er aber auch sehr deutlich, woran weiter gearbeitet werden muss. Die Chancenverwertung sei "eklatant schwach" gewesen, später nannte er sie noch einmal "sehr schwach". Für Stocker war auch das frühe 1:0 ein wichtiger Punkt, weil seine Mannschaft diesmal nicht wieder in Rückstand geraten war. Noch deutlicher fiel seine Einordnung aber bei der Verwertung aus: Mit einer besseren Ausbeute hätte sich Zagersdorf das Leben selbst wesentlich leichter machen können und wäre nicht bis in die 89. Minute auf den Siegtreffer angewiesen gewesen.

Respekt für den Gegner, klare Aufgabe für die nächsten Wochen

Auch für Großhöflein fand Stocker nach dem Abpfiff anerkennende Worte. Der Gegner sei "ein gleichwertiger Gegner" gewesen und habe sich durch seine kämpferische Leistung "auf jeden Fall ein Unentschieden verdient" gehabt. Dass der Sieg aus seiner Sicht dennoch in Ordnung gehe, begründete er mit dem Chancenplus seiner Mannschaft. Zu strittigen Szenen wollte der Trainer nicht weiter ausholen. Er meinte nur, dass es auf beiden Seiten Situationen gegeben habe, in denen man sich benachteiligt gefühlt habe. Unter dem Strich bleibt für Zagersdorf in Runde zehn aber ein wichtiger Heimsieg, der die Mannschaft auf 13 Punkte bringt. Stocker konnte mit dem Willen und dem Biss seiner Elf leben. Die klare Botschaft nach diesem 2:1 lautete aber ebenso deutlich: Wenn Zagersdorf künftig ruhiger gewinnen will, muss vor dem Tor mehr aus den vorhandenen Chancen gemacht werden.

2. Klasse Nord: Zagersdorf : Großhöflein - 2:1 (1:1)

  • 89
    Fabian Schmal 2:1
  • 36
    Lorenzo Christian Baier 1:1
  • 3
    Fabian Schmal 1:0