Spielberichte

„Unsere Abwehr war heute top“ – Mörbisch nimmt St. Georgen nach frühem Rückstand einen Punkt ab

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SV Mörbisch
St. Georgen/Eisenstadt

In der 2. Klasse Nord hat SV Seefestspiele Mörbisch am See am Samstag gegen UFC St. Georgen/Eisenstadt ein 1:1 geholt. Nach einem frühen Rückstand fanden die Gastgeber schnell die richtige Antwort, danach wurde es eine intensive Partie mit wenig klaren Öffnungen. Trainer Gerald Kummer sprach von einem gerechten Remis und hob vor allem die stabile Abwehrarbeit seiner Mannschaft hervor.


Nahaufnahme Fußballschuhe und blaue Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

St. Georgen drückt an, Mörbisch antwortet sofort

Der Nachmittag begann aus Mörbischer Sicht durchaus heikel. Gerald Kummer schilderte eine Anfangsphase, in der die Gäste genau das auf den Platz brachten, was sie auszeichnet. „Von Beginn an war es eine rassige, schnelle Partie“, sagte der Trainer, und gerade in den ersten Minuten bekam seine Mannschaft diese Wucht zu spüren. St. Georgen brachte Mörbisch laut Kummer „mit ihrer schnellen Spielweise und den weiten Bällen oft unter Druck“, daraus entstand in der 12. Minute auch die Führung durch Max Manninger. Lange hielt dieser Vorsprung allerdings nicht. Nur drei Minuten später schlug Raphael Kummer mit einem Freistoß zurück und stellte auf 1:1. Der Mörbisch-Coach sprach von einem „wunderschönen Freistoß“ und betonte, dass dieser Ausgleich zu diesem Zeitpunkt bereits verdient gewesen sei. Bis zur Pause beruhigte sich die Partie dann spürbar. Viel ließ keine der beiden Mannschaften mehr zu, weil, wie Kummer es formulierte, „die Abwehrreihen sicher standen“.

Nach der Pause findet Mörbisch besseren Zugriff

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst eng und umkämpft, allerdings mit einem spürbaren Unterschied zur ersten Viertelstunde. St. Georgen war nicht mehr so tonangebend wie zu Beginn, weil Mörbisch sich besser auf die Spielweise des Gegners einstellen konnte. Kummer erklärte das sehr klar: „Die St. Georgener waren nicht mehr so dominant, wir konnten uns gut auf ihre Spielweise einstellen.“ Vor allem die Arbeit gegen den Ball war aus seiner Sicht der Schlüssel. „Unsere Abwehr war heute sicherlich top, inklusive der Sechser, die die Drecksarbeit nach hinten gemacht haben“, sagte der Trainer. Genau daraus zog Mörbisch auch Selbstvertrauen für die eigene Offensive. Weil hinten kaum etwas anbrannte, kamen die Gastgeber im Laufe der zweiten Hälfte selbst zu Möglichkeiten. Kummer meinte, man habe „das Momentum auf unserer Seite“ gehabt und am Ende sogar noch die Chance gesehen, mehr mitzunehmen: „Zum Schluss hätten wir das Spiel doch noch zu unseren Gunsten entscheiden können, weil wir die eine oder andere Halbchance hatten.“

Ein Remis, das für Kummer völlig stimmig ist

Dass es am Ende trotzdem beim 1:1 blieb, war für Gerald Kummer keine Geschichte von zwei verlorenen Punkten, sondern eine saubere Einordnung des Spielverlaufs. „Das Unentschieden ging aufgrund des Spielverlaufs sicherlich in Ordnung“, sagte der Mörbisch-Trainer ohne großes Herumreden. Seine Begründung dafür passt zur ganzen Partie: Beide Mannschaften waren über weite Strecken auf Augenhöhe, beide verteidigten konzentriert, und große Lücken gab es kaum. „Aus meiner Sicht waren die Mannschaften ziemlich gleich, und die Abwehrreihen konnten heute wenig in Verlegenheit gebracht werden“, so Kummer. Besonders stolz machte ihn dabei nicht nur die Organisation, sondern auch die Haltung seiner Mannschaft. „Es hat sich jeder hineingehaut“, sagte er, „und es wurde mit jeder Faser des Körpers zumindest der Punkt, wenn nicht auch der Sieg, gerettet.“ Dazu passte für ihn auch der Auftritt des Unparteiischen, dem er ausdrücklich ein gutes Zeugnis ausstellte: „Der Schiedsrichter hat eine Topleistung gezeigt, weil er spielen hat lassen und sich nicht in den Vordergrund gestellt hat.“ Für Mörbisch bleibt damit vor allem hängen, dass die Mannschaft nach schwierigem Beginn nicht auseinandergefallen ist, sondern sich in die Partie hineingearbeitet hat. Auf genau so einer Leistung lässt sich in den kommenden Wochen aufbauen.

2. Klasse Nord: Mörbisch : St. Georgen/E. - 1:1 (1:1)

  • 15
    Raphael Kummer 1:1
  • 12
    Max Manninger 0:1