In der 2. Klasse Nord hat ASV Steinbrunn am Samstag gegen UFC Oggau mit 1:9 verloren. Oggau führte schon zur Pause 3:0 und legte nach dem Seitenwechsel sofort nach. Trainer Hans Peter Kusolits sprach von einer über neunzig Minuten klar dominierenden Vorstellung seiner Mannschaft und davon, dass diesmal vor allem die Chancenverwertung jenes Plus war, das in den vergangenen Runden noch gefehlt hatte.

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Aus Oggauer Sicht nahm die Partie schon früh die gewünschte Richtung. Florian Kucher brachte die Gäste in der 10. Minute in Führung, und auch danach blieb Oggau laut Trainer Kusolits die Mannschaft mit deutlich mehr vom Spiel. Kurz vor der Pause wurde diese Überlegenheit dann auch am Spielstand sichtbar. Kucher stellte in der 40. Minute auf 0:2, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Patrik Papranec auf 0:3. Genau dieser dritte Treffer war für Kusolits der Punkt, an dem er das Spiel praktisch entschieden sah. "Nach dem 3:0 war klar, dass nichts mehr anbrennt", sagte der Oggauer Trainer. Dazu passte auch seine grundsätzliche Einschätzung: "Wir waren über neunzig Minuten einfach die klar dominierende Mannschaft."
Direkt nach dem Seitenwechsel setzte Oggau dort an, wo die Mannschaft vor der Pause aufgehört hatte. Alexander Kampitsch erhöhte in der 49. Minute auf 0:4 und machte damit aus einer klaren Pausenführung ein sehr deutliches Resultat. Steinbrunn kam durch Norbert Kerek in der 58. Minute zwar zum 1:4, doch viel länger offen blieb die Partie nicht. Florian Kucher traf in der 68. und 70. Minute noch zweimal und schraubte sein persönliches Konto auf vier Tore. Danach legte Dominik Dohnansky mit Treffern in der 75. und 80. Minute nach, ehe Sebastian Dinhof in der Nachspielzeit den Endstand von 1:9 herstellte. Gerade diese zweite Halbzeit unterstrich, was Kusolits im Gespräch betonte: Oggau blieb am Drücker und ließ nach dem Anschlusstreffer keine echte Diskussion mehr aufkommen.
Dass aus der Überlegenheit gleich neun Tore wurden, war für den Oggauer Trainer kein Zufall. Kusolits sah den entscheidenden Unterschied vor allem dort, wo seine Mannschaft in den letzten Wochen noch nicht immer konsequent genug gewesen war. "Unser größtes Plus war sicher die Torchancen-Auswertung. Da haben wir in den letzten Runden immer ein bissl zu kämpfen gehabt", erklärte er. Diesmal habe sich Oggau für die dominante Leistung auch wirklich belohnt. Dazu kam aus seiner Sicht, dass viele Treffer nicht zufällig entstanden, sondern gut vorbereitet waren. "Alle Tore waren sehr schön herausgespielt. Wir haben phasenweise super kombiniert, mit One-Touch-Fußball. Da war alles dabei, was das Fußballerherz sehen will", sagte Kusolits. Genau aus dieser Mischung aus klarer Überlegenheit und besserer Effizienz ergab sich am Ende auch die Höhe des Sieges.
Trotz des deutlichen Erfolgs beließ es Kusolits nicht bei Lob für seine Mannschaft. Einen Punkt sprach er sofort an, an dem Oggau weiterarbeiten müsse. "Für mich ist ganz wichtig, dass noch mehr kommuniziert wird. Fußball ist reine Kommunikation, und dort müssen wir auf alle Fälle noch besser werden", sagte der Trainer. Gleichzeitig ordnete er auch den Gegner nüchtern ein. Steinbrunn habe "einen rabenschwarzen Tag erwischt", meinte Kusolits, schob aber gleich nach, dass in dieser Mannschaft aus seiner Sicht sehr wohl Potenzial steckt und solche Spiele eben vorkommen können. Auch zur Spielleitung fand er klare Worte: Es sei "keine schwierige Partie zum Pfeifen" gewesen, der Schiedsrichter habe das "wirklich sehr gut gemacht". Für Oggau bleibt damit nicht nur ein Kantersieg, sondern auch ein Auftritt, der den Klub nach zehn Runden mit 18 Punkten auf Platz vier hält.