In der 2. Klasse Nord hat der SC Trausdorf gegen SV Seefestspiele Mörbisch am See mit 1:4 verloren. Trainer Gerald Kummer sprach nach dem Auswärtssieg von einer Partie, die seine Mannschaft fast durchgehend im Griff hatte. Vor allem die Kompaktheit, das schnelle Umschalten und vier Tore, die aus seiner Sicht schön herausgespielt wurden, waren für ihn die Gründe, warum Mörbisch in Trausdorf so klar anschreiben konnte.

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Für Kummer gab es nach dem Schlusspfiff keinen einzelnen Moment, in dem das Spiel plötzlich auf die Seite der Gäste kippte. Der Trainer sah seine Mannschaft, die vom Anpfiff weg die Kontrolle über das Spiel hatte. "Die Partie war über neunzig Minuten von uns dominiert", sagte er. "Wir standen sicher und setzten immer wieder schnelle Gegenschläge, die auch zu den Toren führten." Auf der Anzeigetafel wurde das schon früh sichtbar. Tobias Polleres brachte Mörbisch in der 16. Minute mit 1:0 in Führung, nur sechs Minuten später folgte das 2:0 durch ein Eigentor von Manuel Raschl. Mit diesem Vorsprung gingen die Gäste in die Pause, und auch nach dem Seitenwechsel blieb die Richtung gleich: Tobias Fischl erhöhte in der 53. Minute auf 3:0, ehe Marcell Deak für Trausdorf in der 65. Minute auf 1:3 verkürzte. Den Schlusspunkt setzte wieder Fischl, der in der 77. Minute den 4:1-Endstand fixierte.
Gerade weil sich der Spielverlauf aus seiner Sicht so klar entwickelte, legte Kummer den Schwerpunkt nicht auf einzelne Szenen, sondern auf die Gesamtleistung seiner Mannschaft. "Das Spiel war von Anfang an von unserer Spielweise geprägt", erklärte der Mörbisch-Trainer. Trausdorf habe in keiner Phase wirklich Zugriff bekommen, weil seine Mannschaft in allen Linien eng beisammen geblieben sei und in jedem Bereich gearbeitet habe. "Die mannschaftliche Kompaktheit, die wir an den Tag gelegt haben, war herausragend. In jedem Mannschaftsteil wurde gerackert, gekämpft und auch spielerisch Akzente gesetzt", sagte Kummer. Besonders viel sagte ihm auch, wie die Tore zustande kamen. "Die Tore, die wir erzielt haben, waren aus unserer Spielweise heraus entstanden und keine Zufallsaktionen. Auch das macht einen Trainer sehr stolz." Dass Trausdorf nur einmal traf, passte für ihn ebenso ins Bild. "Wir ließen Trausdorf kaum eine Chance zu. Das Gegentor fiel nach einer Halbchance und einem daraus resultierenden Elfmeter."
So zufrieden Kummer mit dem klaren Auswärtssieg auch war, ganz ohne Kritik fiel seine Analyse nicht aus. Vor allem im letzten Drittel sah er noch Möglichkeiten, die Partie noch deutlicher zu gestalten. "Wir hatten noch die eine oder andere Chance, die wir besser fertig spielen müssen. Dann hätte der Sieg noch viel höher ausfallen können", sagte er. Bei der Chancenverwertung gebe es also noch Arbeit, auch wenn der Trainer gleich nachschob, dass seine Mannschaft in diesem Bereich "gut dran" sei. Den Gegner beschrieb Kummer trotz der klaren Niederlage als junge Mannschaft mit Potenzial, hielt aber ebenso fest, dass Mörbisch an diesem Tag klar überlegen gewesen sei. In der Tabelle steht Mörbisch nach zwölf Runden bei 18 Punkten auf Rang sechs. Der Auftritt in Trausdorf war damit nicht nur ein klarer Sieg, sondern vor allem einer, den der Trainer mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erklärt.