In der 2. Klasse Nord musste sich der UFC Oggau im Heimspiel gegen den SC UNEX Eisenstadt 1907 trotz einer frühen 2:0-Führung mit einem 2:2 begnügen. Trainer Hans Peter Kusolits sah seine Mannschaft zunächst verdient vorn, ärgerte sich aber darüber, dass Oggau den Vorsprung nicht in die Pause brachte. Genau dort lag aus seiner Sicht der Knackpunkt eines Spiels, in dem die Gastgeber lange viel richtig machten.

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Der Start gehörte den Oggauern, und Kusolits hatte dafür eine klare Erklärung. „Wir waren nach einer halben Stunde 2:0 vorn, verdientermaßen“, sagte der Trainer, der seine Mannschaft in dieser Phase auch „mehr vom Spiel“ haben sah. In Zahlen schlug sich das früh nieder: In der 21. Minute brachte Dominik Dohnansky die Gastgeber in Führung. Kusolits beschrieb den Treffer als Ergebnis eines gelungenen Zusammenspiels: „Das 1:0 war ein super Pass und ein super Laufweg von Papranec auf Dohnansky.“ Nur drei Minuten später legte Alexander Kampitsch nach, als er nach einem Eckball im Getümmel zum 2:0 traf. Oggau hatte die Partie damit klar auf seine Seite gezogen, ließ Eisenstadt aber vor der Pause noch einmal zurückkommen, als Raffael Mitterhöfer in der 44. Minute auf 2:1 verkürzte.
Gerade dieses Gegentor vor dem Seitenwechsel beschäftigte Kusolits nach dem Schlusspfiff besonders. „Wenn man 2:0 vorn ist, will man das Match natürlich auch gewinnen“, sagte er, und genau deshalb ärgerte ihn, dass seine Elf den Vorsprung nicht konservieren konnte. „Wir waren nicht schlau genug, das 2:0 in die Pause mitzunehmen“, so der Oggauer Trainer. Nach seiner Einschätzung funktionierte das Kombinationsspiel zwar ordentlich, defensiv fehlte aber die nötige Einfachheit. „Wenn man 2:0 vorn ist, muss man ein bisschen schnörkelloser und risikoloser spielen.“ Dazu kam laut Kusolits noch ein selbst verschuldeter Freistoß, der seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte „das Leben schwer gemacht hat“.
Eisenstadt nutzte diese Phase und zeigte laut Kusolits genau jene Qualität, die den Gästen auch ihren Platz weit vorn in der Tabelle eingebracht hat. „Der SC ist immer sehr spielstark, hat gute Fußballer in seinen Reihen und ist nicht umsonst ganz vorn mit dabei“, sagte er. Dass die Gäste nach dem 0:2 nicht abrissen, überraschte ihn daher nicht. In der 63. Minute stellte Dardan Muji auf 2:2, und aus Sicht des Oggauer Trainers war dieser Ausgleich auch nicht unverdient. „Sie haben bewiesen, dass sie ein 0:2 mit Fußballspielen noch aufheben können“, meinte Kusolits. Oggau blieb zwar im Spiel und kam laut seinem Trainer noch zur einen oder anderen Möglichkeit, doch im letzten Drittel fehlte die Präzision, um die Führung noch einmal herzustellen.
So blieb es bei einem Remis, das sich in Oggau wohl mit gemischten Gefühlen anfühlen wird. Einerseits stand da die verpasste Chance, eine 2:0-Führung in drei Punkte umzuwandeln. Andererseits ordnete Kusolits das Resultat gegen einen starken Gegner nüchtern ein. „Ein Punkt gegen den SC ist ein gutes Ergebnis“, sagte der Trainer, ohne die offenen Punkte zu übersehen. Vor allem der letzte Pass habe am Ende gefehlt, „darum ist es beim Remis geblieben“. Unterm Strich nahm Oggau gegen einen Gegner aus der Spitzengruppe etwas Zählbares mit, wusste nach diesem Spiel aber auch genau, wo der Sieg liegen geblieben war: im Gegentor kurz vor der Pause und in der fehlenden Konsequenz danach.