Spielberichte

Benedikt Bertl (SG EFM Redlschlag): „Ganz vorne dranbleiben – und alle ärgern“

SG Redlschlag

In der burgenländischen 2. Klasse Süd A richtet Benedikt Bertl, Trainer von SG EFM Redlschlag, den Blick zuversichtlich nach vorne. Nach einer turbulenten Herbstrunde, die sein Team mit einem starken vierten Tabellenplatz abschloss, herrscht im Verein Aufbruchsstimmung. Mit 23 Punkten aus zwölf Spielen hat sich Redlschlag in der Spitzengruppe festgesetzt – bemerkenswert nach einem großen personellen Umbruch.


Tormann beim Abstoß

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Ein stabiler Herbst und klare Ziele

Benedikt Bertl blickt auf die erste Saisonhälfte mit einer Portion Stolz, aber auch mit Selbstkritik zurück. „Gut funktioniert hat eigentlich das Spielerische; nach einem großen Umbruch gleich vorne mitzuspielen, damit hatten wir nicht gerechnet“, erklärt er. Seine Mannschaft kontrollierte in vielen Spielen das Geschehen, verschenkte aber zu oft Punkte, die möglich gewesen wären. „Wir haben uns in manchen Spielen selbst die Punkte genommen beziehungsweise Partien aus der Hand gegeben, die wir gewinnen hätten müssen“, sagt Bertl. Für die Rückrunde ist die Marschrichtung klar: die guten Leistungen stabilisieren und im eigenen Spiel noch effizienter werden.

Neuzugänge und Kadertiefe im Fokus

Mit Beginn der Vorbereitung hat Bertl gezielt an der Kaderstruktur gearbeitet. Zwei Abgänge – Gergö Rosner und Benjamin Szakaly – stehen fest. „Es war eine schwierige Entscheidung, weil beide sehr gute Fußballer sind und charakterlich sehr in Ordnung“, betont der Trainer. Im Gegenzug kamen zwei Neuzugänge: ein Offensivspieler, den Bertl schon lange kennt, und ein Innenverteidiger, der mehr Präsenz und Tempo in die letzte Reihe bringen soll. Damit will Redlschlag eine der Schwachstellen des Herbstes gezielt beheben, denn in Umschaltsituationen fehlte mitunter das nötige Tempo. „Ich bin mir sicher, sie werden uns verstärken“, sagt Bertl.

Teamgeist, neues Trainerteam und Euphorie im Umfeld

Die Stimmung rund um den Verein beschreibt Bertl als „sehr gut“. Der Trainingsstart mit über zwanzig Spielern ist ein starkes Signal: „Ich bin sehr stolz und sehr froh, dass zweiundzwanzig oder dreiundzwanzig Spieler am Montag dabei sein werden.“ Auch strukturell hat sich bei Redlschlag einiges bewegt. Der Vorstand wurde teilweise neu besetzt, und mit einem neuen Co-Trainer steht Bertl künftig ein zusätzlicher Assistent zur Seite. „Das ist natürlich auch für mich eine Erleichterung, und wir schauen mit einem gesattelten Team im Vorstand und im Trainerteam in die neue Saison“, sagt der Coach. Auch die Mannschaft profitiert von den konstanten Leistungen ihrer etablierten Kräfte: Spieler wie Gabor Eder, Adam Bazso und Krisztian Kottan gelten weiterhin als die „Stützen“ des Teams und sollen die Balance zwischen Routine und neuem Schwung sichern.

Ausblick und Konkurrenzkampf in der Spitze

In den verbleibenden Runden dürfte der Kampf um die vorderen Plätze spannend bleiben. Der Trainer formuliert das Ziel seines Teams mit einem Augenzwinkern, aber unmissverständlich: „Wir wollen ganz vorne dranbleiben und alle ärgern in dieser Liga.“ Mit neuer Energie, klarer Struktur und wachsender Euphorie im Umfeld scheint SG EFM Redlschlag dafür bestens gerüstet.