Mit Spannung und spürbarer Erwartung startete der ASK Klingenbach in die Rückrunde – doch die Herausforderung hätte kaum größer sein können. Mit dem MSV 2020 gastierte ausgerechnet der souveräne Tabellenführer zum Meisterschaftsspiel der 16. Runde in der Burgenlandliga. Die Ausgangslage schien eindeutig, die Favoritenrolle klar verteilt. Alles andere als ein Sieg der Gäste wäre einer Sensation gleichgekommen. Dennoch setzte Klingenbach auf Kampfgeist, Leidenschaft und die Hoffnung auf eine Überraschung vor heimischem Publikum. Diese ist ihnen mit dem 1:1-Remis voll gelungen, und es gab einen unerwarteten Punktegewinn im Abstiegskampf.
Rund 350 Zuschauer waren in das Grenz-Stadion gepilgert, um ihre Mannschaft gegen den Tabellenführer zu unterstützen. Von Beginn an sahen sie die erwartete Offensive der Gäste, ein Angriff nach dem anderen rollte auf den Kasten der Heimischen zu. Darum war es nicht überraschend, dass der MSV 2020 in der 22. Minute in Führung ging. Ein raffiniert getretener Freistoß von Lukas Secco hatte in Matthias Müller einen dankbaren Abnehmer und es stand 1:0 für die Auswärtigen. In der weiteren Folge vergaben Niklas Lang, Lukas Secco und Nedim Muratcehajic gute Einschussmöglichkeiten, sodass es weiterhin bei der knappen Führung der Gäste blieb. Die Hausherren stemmten sich mit einer guten Defensivtaktik gegen die Offensive der Kühbauer-Truppe, hatten ihrerseits auch einige Angriffsversuche, allerdings fehlte meistens der letzte Pass. Mit der knappen 1:0-Führung der Mattersburger wurden die Seiten gewechselt.
Nach dem Wiederanpfiff von Schiedsrichter Leon Elias Kalchbrenner plätscherte das Spiel so vor sich hin und in der 70. Minute war es Lukas Stahleder, der nach einer Freistoßflanke das Leder im Tor der Gäste zum 1:1-Ausgleich versenkte. Nun machte der Tabellenführer wieder Druck, aber der ausgezeichnete Goalie im Tor der Heimischen, Stefan Schuller und zweimal Aluminium von Justin Strodl und Sebastian Trenkmann verhinderten die erneute Führung der Gäste. Schlussendlich konnten die Heimischen einen glücklichen Punktegewinn bejubeln.
Thomas Klemenschitz, Trainer ASK Klingenbach: „Es war heute ein unerwarteter Punkt, aber wenn wir nicht daran glauben würden, bräuchten wir gar nicht aufs Spielfeld zu gehen. Aufgrund der kämpferischen und taktischen Einstellung war es meiner Meinung nach ein verdienter Punktegewinn. Wir wollten nicht groß mitspielen und in Schönheit sterben, sondern die Mattersburger nicht in ihr Spiel kommen lassen.“
Josef Kühbauer, Trainer MSV 2020: „Die erste Halbzeit war ganz okay, wir haben viele Chancen herausgespielt und unsere Führung hätte höher ausfallen müssen. In der zweiten Halbzeit fiel der Ausgleich der Klingenbacher wie aus dem Nichts, im Anschluss daran wollte das Leder einfach nicht im Kasten der Hausherren landen, zweimal Aluminium und der hervorragende Tormann verhinderten einen weiteren Treffer. Klingenbach hat einen glücklichen Punkt gewonnen, wir zwei verloren.“