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Deutsch Schützen-Trainer Tobias Binder: „Wir waren 60, 65 Minuten klar stärker“ – 2:4 bei UFC "PG-Cars" Oberschützen nach Roter Karte

UFC Oberschützen
Deutsch Schützen

Ein packendes Duell zwischen UFC "PG-Cars" Oberschützen und Deutsch Schützen in der 2. Klasse Süd A war geprägt von Intensität, Emotionen und strittigen Momenten. Besonders deutlich wurde das im Fazit von Tobias Binder, Trainer von Deutsch Schützen, der sein Team über weite Strecken vorne sah und zentrale Entscheidungen kritisierte. Er haderte mit der Roten Karte gegen David Pergel (60.) und dem kurz darauf folgenden Freistoß zum 2:1 durch Mark Szalai sowie mit einer aus seiner Sicht klaren Strafraumszene nach dem 2:2. Gleichzeitig betonte er die kämpferische Leistung seiner Mannschaft und hob das starke Standardspiel sowie die mannschaftliche Geschlossenheit hervor. Am Ende stand aus Sicht von Deutsch Schützen ein 2:4 – Binders Stimmung war trotz allem von Stolz auf Einsatz und Widerstandskraft geprägt.


Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

Image by Sepp from Pixabay

Prägung durch frühe Führung, Standards und viel Arbeit gegen den Ball

Binder schilderte eine starke erste Stunde mit klaren Vorteilen für seine Elf: Er sprach von zwei bis drei sehr guten Chancen und davon, bis zur 65. Minute „fast nichts zugelassen“ zu haben. Die Führung stellte Deutsch Schützen früh her: György Vass traf zum 1:0 (17.) und erhöhte nach der Pause auf 2:0 (56.). Aus Binders Sicht fiel das 1:0 „durch eine Eckballsituation“, und er unterstrich die aktuelle Stärke bei ruhenden Bällen: In der Offensive sei sein Team durch Neuzugänge „sehr gefährlich nach Standardsituationen“ geworden; zudem habe Attila Berta „heute den dritten Assist nach einer Standard“ verbucht – „in zwei Spielen drei Assists nach Standard“. Defensiv habe man „nichts anbrennen lassen“, abgesehen von Freistoß und Elfmeter als Standardsituationen.

Kipppunkt: Rote Karte und die Wende

Zum Drehmoment des Spiels wurde aus Binders Perspektive die Rote Karte gegen David Pergel (60.). Er bezeichnete die Entscheidung als Fehlpfiff und argumentierte, sein Keeper habe den Ball nicht mit der Hand gespielt, sondern ins Gesicht bekommen – unter dem Auge sei es „komplett angeschwollen und rot und blau“ gewesen. Kurz nach dem Platzverweis kippte die Partie: Mark Szalai verkürzte per Freistoß auf 2:1 (64.), Roland Szalai stellte später auf 2:2 (80.) und 2:3 (83.). In dieser Phase sah Binder zudem einen klaren Strafstoß für sein Team, nachdem ein Angreifer von Deutsch Schützen im gegnerischen Strafraum zu Fall gekommen sei – sein Urteil dazu war unmissverständlich: „war eindeutig ein Elfmeter.“

Kampf, Ballbesitz-Gefühl und späte Nackenschläge – mit Blick nach vorn

Auch in Unterzahl blieb Deutsch Schützen nach Binders Darstellung gefährlich: Selbst nach dem 2:3 habe sein Stürmer noch eine gute Eins-gegen-eins-Gelegenheit gehabt, später kamen weitere Möglichkeiten nach Eckbällen hinzu. Das Ballbesitzverhältnis empfand er keineswegs einseitig: „Ballbesitz würde ich jetzt grob über den ganzen Spielverlauf mit 55 zu 45 Prozent für uns einteilen.“ Trotz des finalen 2:4 (94., Lukas Proksch) überwog bei Binder die Anerkennung für Einsatz und Geschlossenheit: „Da bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft.“ Für das nächste Spiel richtet sich der Blick auf Tabellenführer ASK Jabing. Binder ordnet den Gegner als „sehr gut in Form“ ein, bleibt aber zuversichtlich: „Ich bin guter Dinge, dass wir ihnen Paroli bieten können und mithalten können mit Jabing, weil ich trotz der Niederlage heute sehr, sehr zufrieden mit der Mannschaft bin.“

2. Klasse Süd A: Oberschützen : Deutsch Schützen - 4:2 (0:1)

  • 94
    Lukas Proksch 4:2
  • 83
    Roland Szalai 3:2
  • 80
    Roland Szalai 2:2
  • 64
    Mark Szalai 1:2
  • 56
    György Vass 0:2
  • 17
    György Vass 0:1

 

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