Mit einem 5:0-Auswärtssieg in der 2. Klasse Süd A setzte sich die SG EFM Redlschlag am Samstag beim UFC Siget in der Wart klar durch. Schon zur Pause führten die Gäste 2:0, nach dem Seitenwechsel wurde es noch deutlicher. Trainer Benedikt Bertl sprach von einer sehr konzentrierten Vorstellung und einem Auftritt ohne Wackler. „Es war von Anfang an eine klare Partie für uns, es war eigentlich nie in Gefahr, dass wir das nicht gewinnen“, sagte der Coach. Sein Zusatz zum Knackpunkt: „Nach dem 3:0 war die Partie gegessen.“ Redlschlag nutzte die Chancen und blieb bis zum Schluss gierig.
Den Ton setzten die Gäste früh: In Minute 3 traf Balint Miklos Edelenyi zum 1:0. Bertl sprach von aggressivem Nachsetzen, das den Heimkeeper zu einem Fehler zwang: „Wir haben gut nachgesetzt, dann fällt das 1:0.“ Redlschlag blieb am Drücker, spielte schlicht und zielstrebig – und Edelenyi legte nach 25 Minuten das 2:0 nach. Mit diesem beruhigenden Vorsprung ging es in die Kabinen. Auch nach der Pause änderte sich wenig am Bild: Die Gäste ließen hinten wenig zu und nutzten vorne die Gelegenheiten eiskalt. Krisztian Kottan erhöhte in der 70. Minute auf 3:0, nur eine Minute später legte Erik Nemeth das 4:0 nach. In der 84. Minute schnürte Kottan mit dem 5:0 den Endstand. „Nach dem 3:0 war die Partie gegessen“, ordnete Bertl den klaren Schlussteil ein, sein Team blieb aber weiter konsequent und zielte auf den nächsten Treffer.
Aus Trainersicht passte die Balance: „Wenn man fünf Tore schießt, hat das Offensivspiel sehr gut funktioniert. Das Defensivspiel natürlich auch sehr gut, wenn ich kein Tor bekomme.“ Die Analyse fiel entsprechend deutlich aus, auch mit Blick auf die Chancenverteilung: „Ich glaube, Siget hat in den neunzig Minuten keine einzige Torchance gehabt.“ Gleichzeitig blieb Bertl beim Gegner respektvoll ehrlich: „Siget steht nicht umsonst dort auf der Tabellenposition, wo sie momentan stehen. In der Mannschaft ist einfach nicht viel mehr möglich.“ Besonders betonte er Haltung und Intensität seiner Elf: „Die Moral und die Einstellung waren sehr gut. Auch gegen einen schwächeren Gegner, wo vielleicht zwanzig Zuschauer am Platz gestanden sind, haben wir eine hohe Intensität gebracht und von der ersten Minute gezeigt, dass wir diese Partie gewinnen wollen und gewinnen werden.“
Ein Punkt blieb Bertl dennoch wichtig: aus seiner Sicht eine umstrittene Gelbe gegen seinen Stürmer. „Unsere gelbe Karte gegen Edelenyi war fast gar nichts. Der Torwart fährt ihm mit dem Knie in den Rücken, und unser Spieler bekommt Gelb und ist damit nächste Partie gesperrt. Das kann man, glaube ich, schon diskutieren – sonst war der Schiedsrichter in Ordnung.“ Abseits dieser Szene überwog die Zufriedenheit über einen sehr souveränen Auswärtsauftritt. Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht die Lage: Redlschlag rangiert aktuell auf Platz zwei (44 Punkte), Siget ist Zwölfter (11 Punkte). Mit dem klaren 5:0 im Rücken will Redlschlag den Schwung mitnehmen. Bertl ließ keinen Zweifel an der Marschroute: „Wir haben von Beginn an gezeigt, dass wir diese Partie gewinnen wollen und gewinnen werden.“