In der 2. Klasse Süd A lieferten sich der ASKÖ Kalchbrenner Bau Goberling und der SV Auto Schuh Hochart ein Torspektakel, das Goberling mit 6:5 für sich entschied. Nach früher 3:1-Führung lag die Koller-Elf zur Pause 4:5 hinten, ehe sie nach dem Seitenwechsel Charakter zeigte und die Partie spät drehte. Matchwinner war Thomas Kappel mit dem 6:5 in Minute 85, davor trafen für Goberling Oguzhan Taskiran, Serhat Turan, erneut Kappel sowie Lukas Pojer – für Hochart hielten Zibert, Fülöp, Markovic (2) und Kosnik dagegen.

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Goberling erwischte den perfekten Start, legte Tempo vor und belohnte sich früh. Schon nach fünf Minuten schob Oguzhan Taskiran zum 1:0 ein, nur vier Minuten später erhöhte Serhat Turan auf 2:0. Hochart ließ sich davon nicht beeindrucken und kam postwendend zum Anschluss durch Lan Zibert (10.). Als Thomas Kappel in Minute 17 zum 3:1 traf, schien die Partie erst recht in Goberlinger Bahnen zu laufen. Doch genau hier kippte das Spiel, wie Trainer Michael Koller erzählte: "Wir sind früh durch ein schönes Tor von Ogi in Führung gegangen, haben dann auf 3:1 gestellt und waren wohl zu sicher. Plötzlich war Hochart vorne." Milan Fülöp (20.) und Marijan Markovic (24.) stellten rasch auf 3:3, Anze Kosnik drehte die Partie (31.), ehe Markovic mit seinem zweiten Treffer auf 3:5 stellte (33.). Kurz vor der Pause hielt Lukas Pojer Goberling mit dem 4:5 (40.) im Spiel – Halbzeit in einem wahren Auf und Ab.
Die zweite Hälfte gehörte lange den Gastgebern, die nun geduldiger spielten und hinten weniger zuließen. Koller fasste diese Phase deutlich zusammen: "Das war nichts für schwache Nerven. Der wichtigste Moment war, dass die Mannschaft Moral bewiesen hat. Nachdem Hochart das Match gedreht hat, haben wir nicht aufgegeben und konnten so noch den Sieg holen." Der Ausgleich fiel in Minute 71, wieder war es Taskiran, der zum 5:5 traf. Goberling blieb am Drücker, suchte zielstrebig die Entscheidung und bekam sie spät. "Der Siegtreffer war nach der 80. Minute", so Koller. "Thomas Kappel hat den Ball auf der linken Seite super ins Tor gehauen." In der 85. Minute stand das Stadion Kopf – 6:5, die Wende war perfekt und das lange Aufbäumen belohnt.
In seiner Einordnung hob Michael Koller immer wieder den Teamgeist hervor: "Der Zusammenhalt war heute entscheidend. Wir haben nicht aufgegeben und das Match noch einmal gedreht." Gleichzeitig verteilte er Respekt an den Gegner: "Hochart war mit seinen Chancen sehr erfolgreich und hat sie eiskalt genutzt." Genau diese Effizienz der Gäste erklärt, warum Goberling trotz starkem Start so tief in die Partie hineingeraten ist. Zum Unparteiischen blieb Koller sachlich: "Der Schiedsrichter war soweit in Ordnung. Es gab aber eine Aktion, wo unser Jonathan Schlacher im Sechzehner steht und er wegen eines Fouls unterbricht – aus meiner Sicht war das nicht notwendig." Der Schlussakkord fiel versöhnlich und mit Blick auf das Umfeld: "Die Stimmung war nach dem Spiel natürlich positiv, weil es schon sehr lang her ist, dass Goberling zu Hause vollpunkten konnte."