Spielberichte

Jabing gibt 3:1 aus der Hand – Glatz: "Nach der Pause gar nicht ins Spiel gekommen"

ASK Jabing
SG Redlschlag

Im Spitzenspiel der 2. Klasse Süd A trennten sich der ASK Jabing und SG EFM Redlschlag 3:3. Der Tabellenführer lag zur Pause 3:1 voran, kassierte nach dem Seitenwechsel aber noch den Ausgleich – Redlschlag traf spät. Trainer Manuel Glatz haderte mit dem verlorenen Zugriff nach der Pause und der vergebenen Chance auf die Vorentscheidung. „Wenn wir gleich nach der Halbzeit das 4:1 machen, wäre der Deckel drauf gewesen“, meinte er. Kurz vor Schluss sah der doppelte Torschütze der Gäste noch Rot.


Torwart in Neongrün spielt den Ball

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Drei Jabing-Tore vor der Pause

Jabing brauchte, so schildert es Manuel Glatz, eine halbe Stunde, um ins Spiel zu finden. „Wir haben uns die erste Halbzeit ein bisschen schwergetan. Von der 30. bis zur 45. Minute haben wir den Gegner durch schnelles Spiel in die Tiefe wirklich kontrolliert und drei sehr schöne Tore geschossen.“ Den Anfang machte Benjamin Hupfer mit dem 1:0 in Minute 36. Redlschlag antwortete umgehend: Alex László Kámán stellte nur eine Minute später auf 1:1. Doch Jabing blieb am Drücker und legte vor der Pause kräftig nach: Tomislav Marelja traf in der 43. zum 2:1, und Anes Handanovic erhöhte in der 45. mit dem Pausenpfiff auf 3:1. Jabing hatte in dieser Phase mehr vom Spiel und nutzte die Räume konsequent.

Fadenriss nach der Pause und späte Quittung

In der Kabine war der Plan klar. „Wir wollten die ersten zehn Minuten stabil stehen oder das vierte Tor schießen“, sagte Glatz. „Das haben wir nicht gemacht und sind gar nicht ins Spiel gekommen.“ Redlschlag witterte seine Chance und kam rasch heran: Balint Miklos Edelenyi verkürzte in Minute 49 auf 3:2. Jabing fand offensiv kaum noch Umschaltmomente, der Zugriff im Zentrum fehlte. „Unsere Tugenden – den zweiten Ball gewinnen und schnell in die Tiefe spielen – haben nach der Pause gar nicht funktioniert“, ärgerte sich der Coach. Der Ausgleich fiel spät: Wieder war es Edelenyi, der in der 84. Minute zum 3:3 traf. „Am Schluss hatten wir noch Glück, dass wir das 3:4 nicht bekommen haben“, gab Glatz offen zu. In der 90. Minute sah Edelenyi noch Rot – zu spät, um am Remis etwas zu ändern.

Selbstkritik, Respekt für den Gegner und offene Baustellen

Glatz nahm seine Mannschaft nach dem Abpfiff deutlich in die Pflicht. „Es war keine gute Leistung von uns heute. Wir haben uns mehr erwartet“, sagte er und verwies auf das, was gefehlt hat: Konsequenz bei zweiten Bällen, Tempo in die Tiefe, Entlastung nach Ballgewinnen. „Wir wollten natürlich unsere lange Heimserie ausbauen“, erklärte der Trainer, der die starke erste Halbzeit zugleich nicht überbewerten wollte. Den Gegner beurteilte er respektvoll: „Der Gegner war stabil. Wir wussten, dass das ein guter Gegner ist, der jeden schlagen kann.“ Auch zum Unparteiischen äußerte er sich: „Es gab viele strittige Situationen, die er besser lösen hätte können.“

Unterm Strich bleibt für den Tabellenführer im Duell mit dem Zweiten ein Punkt – und die klare Hausaufgabe, Führungen stabiler zu verwalten.

2. Klasse Süd A: Jabing : Redlschlag - 3:3 (3:1)

  • 84
    Balint Miklos Edelenyi 3:3
  • 49
    Balint Miklos Edelenyi 3:2
  • 45
    Anes Handanovic 3:1
  • 43
    Tomislav Marelja 2:1
  • 37
    Alex László Kámán 1:1
  • 36
    Benjamin Hupfer 1:0