Spätes Happy End in der 2. Klasse Süd A: Die SG EFM Redlschlag drehte zuhause gegen den UFC Oberschützen ein intensives Spiel und setzte sich mit 3:2 durch. Nach Rückständen vor und nach der Pause trafen Adam Bazso, Attila Ottó Farkas und in der Nachspielzeit Erik Nemeth zum viel umjubelten Heimsieg. Trainer Benedikt Bertl sprach von einer verdienten Belohnung nach viel Aufwand: "Wir wollten den Sieg mehr und haben die Qualität in der Mannschaft." Der Pausenrückstand hielt die Hausherren nicht auf, am Ende passten Spielkontrolle, Moral und Effizienz.

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Redlschlag legte als Heimmannschaft druckvoll los, fand früh Chancen und hatte das nötige Quäntchen Glück zunächst nicht auf seiner Seite. "Wir hatten in der ersten Halbzeit viele Torchancen, zweimal die Stange und einmal hält der Torwart sehr gut", schilderte Benedikt Bertl. Ausgerechnet in dieser Phase fiel der Rückstand: Nach einem eigenen Standard lief Oberschützen in Minute 26 blitzschnell um und Lukas Proksch stellte auf 0:1. Bertl ordnete die Szene so ein: "Das 1:0 für Oberschützen war nach unserem Standard ein schneller Umschaltmoment, wir verpassen den Klärungsball – dann fällt das Tor." Trotz weiterem Anlaufen blieb es bis zum Pausenpfiff beim 0:1, auch weil der Gast defensiv kompakt stand und auf Konter lauerte, während Redlschlag sich für den Aufwand noch nicht belohnte.
Nach der Pause erhöhte Redlschlag den Druck weiter – und holte sich endlich das 1:1. In Minute 56 traf Adam Bazso, nachdem die Gastgeber im Strafraum das entscheidende Luftduell für sich entschieden hatten. "Das 1:1 von Adam Bazso war ein Schnittball Richtung Torwart, wir gewinnen das Kopfballduell und schieben den Ball rein", erklärte Bertl. Doch Oberschützen schlug zurück: In der 67. Minute köpfte Niklas Geschray nach einer Standardsituation zum 1:2 ein. "Da haben wir nicht gut verteidigt, der Freistoß war gut getreten und dann per Kopf verlängert", ärgerte sich der Coach. Redlschlag steckte nicht auf, blieb aktiv und kam in Minute 81 zum überfälligen 2:2: Attila Ottó Farkas setzte sich nach einem tiefen Ball im Eins-gegen-eins durch und schob ins lange Eck. "Das war weltklasse gemacht", lobte Bertl, der seine Mannschaft nun endgültig am Drücker sah.
In der Schlussphase drängten die Hausherren weiter, blieben geduldig – und bekamen in der Nachspielzeit die große Chance: Elfmeter. Erik Nemeth übernahm Verantwortung und traf in Minute 90+1 zum 3:2. "Das war ein ganz klarer Elfmeter, den hat Erik Nemeth sehr souverän verwandelt", so Bertl. Für den Trainer passte das Ergebnis zum Spielbild: "Wir waren über neunzig Minuten die spielbestimmende Mannschaft. Wir haben uns souverän zurückgekämpft und den Sieg verdient geholt, auch wenn er spät war." Inhaltlich gefiel ihm vor allem die Ausrichtung: "Das Spielerische hat gut funktioniert. Nach Ballgewinnen sofort die Tiefe suchen – wir haben vorn hohes Tempo, das haben die Jungs sehr gut gemacht." Zum Gegner sagte er: "Oberschützen hat sehr defensiv gespielt und versucht, das Ergebnis zu halten." Und auch ein Lob für den Unparteiischen durfte sein: "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung, es gibt nichts zu bemängeln, solide."
Mit dem Heimsieg bestätigt Redlschlag seine Rolle als Spitzenteam, während Oberschützen trotz starker Gegenwehr leer ausgeht – und beide blicken auf spannende letzte Runden.