Spielberichte

Nach 0:4 und Rot: Redlschlag kommt zurück, kassiert in der Nachspielzeit das 3:5

SG Redlschlag
Riedlingsdorf

In der 2. Klasse Süd A lieferte SG EFM Redlschlag gegen Riedlingsdorf ein wildes 3:5. Nach einem brutalen Start und einer Roten Karte lag Redlschlag früh klar zurück, kämpfte sich nach der Pause in Unterzahl bis auf 3:4 heran. Erst in der Nachspielzeit fiel das 3:5. Trainer Benedikt Bertl sprach von zwei Gesichtern, lobte Moral und ein Traumtor von Attila Farkas, haderte aber deutlich mit der ersten Hälfte und der fehlenden Konsequenz.


Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

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0:4 zur Pause – Rote Karte und eiskalte Gäste

Der Start lief Redlschlag komplett davon. Schon in Minute 6 stellte Ivan Miscin auf 0:1, in der 20. Minute schwächte eine Rote Karte gegen Trainer Benedikt Bertl die Hausherren. Riedlingsdorf blieb eiskalt: Marcel Jahrmann erhöhte in der 28. Minute auf 0:2, Miscin legte in der 38. Minute das 0:3 nach, ehe Jahrmann kurz vor der Pause (43.) das 0:4 fixierte. „In der ersten Halbzeit war Riedlingsdorf stärker und effizienter. Die machen aus fünf Chancen vier Tore“, brachte es Benedikt Bertl auf den Punkt. Er sah die Ursache klar: „Wir haben die Zweikämpfe nicht gut geführt, waren zu langsam und nicht aktiv genug. Dazu kamen inkonsequente Defensivaktionen – dreimal fast das identische Tor – und ein Eigenfehler.“ Er verwies auch auf eine frühe Umstellungsmisere: „Mit dem Ausfall von Adam Bazso war es noch schwieriger, ins Spiel zu finden.“ Trotz zwei, drei eigener Möglichkeiten blieb Redlschlag vor der Pause ohne Tor – zur Halbzeit stand das 0:4.

Aufholjagd in Unterzahl – Farkas zündet einen Hammer

Nach dem Seitenwechsel änderte Redlschlag das Gesicht – und die Formation. „In der Pause haben wir die Ordnung und einiges umgestellt, dann war es besser“, so Bertl. Der Anschluss kam verdient: Alex László Kámán verkürzte in der 64. Minute auf 1:4, Laszlo Daniel Toth legte in der 72. Minute das 2:4 nach. In Minute 82 sorgte Attila Ottó Farkas für das Highlight des Abends und das 3:4. „Das war ein Traumtor: 20, 25 Meter, hoch ins Kreuzeck, richtig scharf“, schwärmte der Coach. Der Glaube war zurück, sogar der Ausgleich lag in der Luft. „Wir hatten die Riesenchance aufs 4:4“, ärgerte sich Bertl, der seine Mannschaft da klar am Drücker sah. Stattdessen traf in der Nachspielzeit Urban Zibert zum 3:5 – aus Bertls Blickwinkel begleitet von einem Ärgernis: „Die Schiedsrichterleistung war sehr kleinlich. Vor dem 5:3 gab es für mich ein klares Handspiel, das war in der Situation spielentscheidend.“

Bertl lobt Moral, kritisiert den Start und nimmt Positives mit

So deutlich die erste Hälfte gegen Redlschlag lief, so stolz war der Trainer auf das, was danach kam. „Nach einem 0:4 so eine Moral zu zeigen und auf 3:4 zurückzukommen, darauf kann ich sehr stolz sein. Jeder für jeden – auch die Jungs, die reingekommen sind – haben in der zweiten Halbzeit alles rausgeholt“, sagte Bertl. Gleichzeitig blieb seine Analyse scharf: „Wir haben uns anfangs im gleichen System neutralisiert, dann inkonsequent verteidigt und offensiv war es zu einfallslos, zu wenig Bewegung.“ Den Gegner ordnete er fair ein: „Riedlingsdorf ist eine gute Mannschaft.“ Für den eigenen Weg sieht er dennoch genug Substanz: „Aus der zweiten Halbzeit nehmen wir viel mit. Es war trotz allem eine sehr gute Saison für uns.“ Die sichtbare Reaktion nach der Pause, die drei Tore durch Kámán, Toth und Farkas und die klare Ansage des Trainers, in den Basics wieder konsequenter zu werden, geben die Richtung für die letzten Wochen vor.

2. Klasse Süd A: Redlschlag : Riedlingsdorf - 3:5 (0:4)

  • 91
    Urban Zibert 3:5
  • 82
    Attila Ottó Farkas 3:4
  • 72
    Laszlo Daniel Toth 2:4
  • 64
    Alex László Kámán 1:4
  • 43
    Marcel Jahrmann 0:4
  • 38
    Ivan Miscin 0:3
  • 28
    Marcel Jahrmann 0:2
  • 6
    Ivan Miscin 0:1