Spielberichte

„Wir wussten, dass Wolfau nur 45 Minuten hat“ – Höfler nach Hocharts 4:2

SV Hochart
SV Wolfau

Ungewöhnliche Rahmenbedingungen prägten das Duell in der 2. Klasse Süd A: Der SV Auto Schuh Hochart und der SV BB1 Wolfau beendeten ihr witterungsbedingt unterbrochenes Spiel mit einem 45-Minuten-Nachtrag – am Ende stand ein 4:2-Heimsieg. Hochart-Trainer Dieter Höfler sprach von einem verdienten Erfolg, weil seine Elf hinten stabil blieb und vorne im richtigen Moment zupackte. Wolfau verpasste das frühe Tor, das im Aufstiegskampf geholfen hätte.


Spieler schnürt auf der Bank seine Fußballschuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nachtrag nach Wetterchaos: Erste Hälfte am Sonntag, Entscheidung heute

Die Partie lief in zwei Akten – eine seltene Konstellation, die beiden Seiten alles abverlangte. Am Sonntag brachte die erste Hälfte drei Treffer: Für Wolfau trafen Jonas Koller und Emil Hamzagic, für Hochart verkürzte Lan Zibert zum 1:2-Pausenstand. „Heute waren es nur 45 Minuten. Eine Halbzeit hatten wir schon am Sonntag gespielt. Wegen der Witterung mussten wir unterbrechen und heute fertig machen“, erklärte Dieter Höfler. Der Nachtrag startete offen, beide suchten sofort den Weg nach vorne. „Heute war es ein offenes Spiel. Am Anfang hatte Wolfau Chancen, wir auch“, so Höfler. Mit zunehmender Dauer bekam Hochart mehr Ruhe in die Aktionen, ließ wenig zu und setzte Nadelstiche. „Einen entscheidenden Moment gab es nicht, wir haben das Spiel kontrolliert. Zum Schluss haben wir noch das 4:2 gemacht – aus unserer Sicht absolut verdient“, ordnete der Coach den Heimsieg ein.

Hochart stand stabil, Wolfau versuchte es hoch – Umschalten als Schlüssel

Inhaltlich war rasch zu erkennen, worauf beide setzten. Wolfau musste in der Kürze der Zeit Risiko nehmen und suchte häufig hohe Bälle in die Spitze. „Wir wussten, dass Wolfau nur 45 Minuten Zeit hat, um das Spiel zu drehen. Sie haben oft hohe Bälle probiert“, sagte Höfler. Seine Mannschaft hielt dagegen – eng, konsequent und mit guter Staffelung. „Unsere Abwehr hat gut gestanden und wenig Torchancen zugelassen. Das Umschalten zwischen Defensive und Offensive war sehr gut“, lobte der Trainer. Gerade diese schnellen Wege nach Ballgewinn hielten Wolfau vom Dauerdruck fern und verschafften Hochart Entlastung. „Wir haben nur verabsäumt, früher zu entscheiden“, ergänzte Höfler. Trotzdem blieb seine Elf ruhig, schob die Bälle sauber durch die eigenen Reihen und setzte im richtigen Moment nach – das späte 4:2 war der Lohn für einen kontrollierten Auftritt in einer ungewohnten Konstellation.

Diskussion um Elfer, nervöser Gegner und ein gutes Gefühl fürs Saisonfinale

Ganz ohne Zündstoff ging es nicht ab. Höfler sprach eine Szene an, die für Gesprächsstoff sorgte: „Unser Stürmer Philip Miller läuft aufs Tor, wird im Strafraum klar gefoult – für mich ist das Elfmeter. Der Pfiff ist leider ausgeblieben.“ Am Ergebnis änderte das nichts, doch es zeigt, wie umkämpft der Nachtrag war. Den Gegner erlebte der Hochart-Coach angespannt: „Der Gegner war heute nervös. Für sie ging es um die Meisterschaft, um den Aufstieg. Sie wollten ein frühes Tor, das ist nicht gelungen. Letztlich war es zu wenig für Wolfau.“

Für Hochart war es mehr als nur ein Dreier, es war auch ein Stimmungsheber. „Letztes Heimspiel. Ein Sieg tut unserer Mannschaft gut – auch für die Zukunft“, sagte Höfler. Nach einem Spiel in zwei Teilen bleibt das Fazit eindeutig: Hochart nutzte die besonderen Umstände besser, blieb hinten stabil und setzte vorne die entscheidenden Akzente.

2. Klasse Süd A: SV Hochart : Wolfau - 0:0 (1:2)

  • 93
    Lan Zibert 1:2
  • 92
    Emil Hamzagic 0:2
  • 83
    Jonas Koller 0:1