Zum Saisonfinale der 2. Klasse Süd A lieferte sich der ASKÖ Kalchbrenner Bau Goberling mit dem SV Hannersdorf ein 2:2, das viel Gesprächsstoff bot. Goberling führte dank eines frühen Doppelpacks von Jonathan Schlacher schnell 2:0, Hannersdorf kam noch vor der Pause heran und glich spät aus. Trainer Michael Koller sprach von einem gerechten Ergebnis: Beide Teams hatten Möglichkeiten, sein Team verpasste das dritte Tor. Unterm Strich stand ein Punkt zum Abschluss, mit dem Goberling leben konnte.

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Goberling erwischte einen Traumstart. Bereits nach drei Minuten stellte Jonathan Schlacher auf 1:0, und in Minute 11 legte derselbe Mann zum 2:0 nach. Genau so hatte es sich Michael Koller gewünscht: „Wir waren gut eingestellt und wollten von Haus aus den Sieg. Uns sind auch die ersten zwei Tore gelungen.“ Hannersdorf brauchte einen Moment, kam dann aber in der 24. Minute durch Andreas Fixl zurück ins Spiel. Zur Halbzeit führten die Hausherren mit 2:1. Nach dem Wechsel blieb es lange offen – bis Tobias Schendl in der 78. Minute zum 2:2 traf. Goberling hatte also den perfekten Start, konnte den Deckel aber nicht draufmachen und musste in der Schlussphase den Ausgleich hinnehmen.
Als Schlüsselmomente nannte Koller die frühe Führung und eine Szene rund um den Anschlusstreffer: „Entscheidend waren die ersten zwei Tore für uns, da haben wir Hannersdorf kalt erwischt. Dann war ein fragwürdiges Tor von Hannersdorf, ein Lattenpendler, den der Schiedsrichter als Tor gegeben hat.“ Über die Unparteiischen wollte er dennoch nicht nachkarten: „Ich möchte über die Schiedsrichterleistung nicht wirklich reden.“ Vielmehr blickte er auf das Gesamtbild: „Wir haben in der Folge verabsäumt nachzulegen.“ Weil Chancen auf beiden Seiten ungenutzt blieben, wirkte seine Einordnung nüchtern: „Das Unentschieden geht für mich in Ordnung, da auch Hannersdorf Möglichkeiten gehabt hat. Deshalb finde ich es gerecht.“ Damit stellte Koller klar, dass das 2:2 für ihn dem Verlauf des Spiels entsprach.
Trotz des verschenkten Zweitore-Vorsprungs nahm Koller Positives mit. Er hob die Haltung seiner Mannschaft hervor: „Bei meiner Mannschaft hat man heute gesehen, dass der Wille und der Kampfgeist da waren.“ Umso bemerkenswerter sei das, weil es das Saisonende war: „Obwohl es das letzte Match der Saison war und die Luft schon, glaube ich, bei allen Mannschaften ziemlich heraus ist.“ Zum Gegner hatte Koller eine klare Beobachtung: „Der Gegner war eigentlich abwartend, nicht drückend stark.“ Gerade deshalb empfand er die Partie als Duell auf Augenhöhe: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe.“
Sportlich bleibt für Goberling die Erkenntnis, dass ein starker Start allein nicht reicht. Der frühe Doppelschlag von Jonathan Schlacher war die Basis, doch nach dem 2:0 fehlte der berühmte dritte Treffer – Hannersdorf blieb dran, kam durch Andreas Fixl zurück und nahm dank des späten Ausgleichs von Tobias Schendl einen Zähler mit. Koller ordnete das Ergebnis ohne Pathos ein und verzichtete bewusst auf lange Diskussionen: Aus seiner Sicht hatten beide Teams Möglichkeiten, also passt das Remis. Für Goberling ist es ein Abschluss mit gemischten Gefühlen: viel investiert, viel richtig gemacht, aber am Ende hat nur ein Punkt den Weg aufs Konto gefunden.