In der 2. Klasse Süd A hat sich SV Kroisegg am Sonntag gegen SV BB1 Wolfau mit 0:3 geschlagen geben müssen. Co-Trainer Christian Petz sah den Auswärtssieg klar in der mannschaftlichen Geschlossenheit begründet. Die Gäste gingen früh in Führung, lagen schon zur Pause mit zwei Treffern vorne und machten nach dem Seitenwechsel alles klar. Für Christian Petz passte damit auch der Spielverlauf genau zu dem Eindruck, den seine Mannschaft über 90 Minuten hinterließ.

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Der Start lief für SV BB1 Wolfau fast nach Wunsch. Schon in der 6. Minute stand es 0:1, Marco Fink brachte die Gäste früh auf Kurs. Damit bekam die Partie aus Sicht von Christian Petz gleich die Richtung, die sie später auch nicht mehr verlor. "Das Spiel ist aufgrund einer mannschaftlichen Geschlossenheit zugunsten des SV BB1 Wolfau in unsere Richtung gegangen, und somit sind wir auch verdient als Sieger vom Platz gegangen", sagte der Co-Trainer. Noch vor der Pause legte SV BB1 Wolfau nach, Leon Kinelly erhöhte in der 28. Minute auf 0:2. Mit diesem Vorsprung ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel blieb SV BB1 Wolfau stabil, ehe Marco Fink in der 67. Minute mit seinem zweiten Treffer den 0:3-Endstand herstellte.
Interessant war dabei, dass Christian Petz gar nicht ein einzelnes Tor oder eine Einzelaktion zum entscheidenden Punkt erklären wollte. Für ihn lag der wichtigste Moment vielmehr im Auftreten der gesamten Mannschaft. "Die Geschlossenheit, die Kompaktheit, das Team als Ganzes war der wichtigste Punkt. Von der ersten bis zur letzten Minute haben wir das trotz zahlreicher Ausfälle gut kompensiert", sagte Christian Petz. Genau darin sah er auch jene Tugenden, die seine Mannschaft ausmachen. "Wenn wir diese Tugenden auf den Platz bringen, dann sind wir unangenehm zu bespielen." Der Co-Trainer blieb damit bei einer klaren Linie: Nicht ein Zufall oder eine einzelne Szene habe dieses 3:0 gebracht, sondern ein über weite Strecken kontrollierter Auftritt der gesamten Mannschaft, die sich an diesem Tag als Einheit präsentierte.
Zu den Treffern selbst lieferte Christian Petz dann doch noch einige Einblicke, die den Auswärtssieg zusätzlich einordnen. Das 0:1 sei nach einer starken Aktion über die rechte Seite entstanden, bei der Marco Fink am Ende nur noch vollenden musste. Beim 0:2 hob Christian Petz besonders die Qualität des Abschlusses von Leon Kinelly hervor und sagte, dieses Tor gehöre "in die Kategorie Traumtor". Auch das passte zu seiner Sicht auf den Auftritt von SV BB1 Wolfau. Beim dritten Treffer verwies Christian Petz noch einmal ausdrücklich auf Marco Fink. "Das 3:0 war die Draufgabe einer tollen Leistung von Marco Fink, der seit langer Zeit wieder einmal als Stürmer agierte", sagte er. Dass Marco Fink am Ende einen Doppelpack schnürte, fügte sich aus seiner Sicht damit stimmig in einen gelungenen Auftritt ein.
Mit Blick auf den Gegner formulierte Christian Petz seine Einschätzung ebenfalls deutlich, ohne das eigene Hauptthema aus den Augen zu verlieren. Von SV Kroisegg habe er sich mehr erwartet. "Wir hätten den SV Kroisegg aufgrund der zahlreichen Legionäre etwas stärker eingeschätzt und nach dem 1:1 in Oberschützen mit mehr Gegenwehr gerechnet", sagte Christian Petz. Er habe sich dabei vor allem mehr fußballerische Akzente gewünscht. Zum Schiedsrichter wollte er sich nicht näher äußern, hielt aber fest, dass die Partie flüssig geblieben sei. Viel lieber richtete Christian Petz den Blick ohnehin schon weiter nach vorne. "Wir können Schiedsrichterentscheidungen nicht beeinflussen. Wir müssen sie annehmen, wie sie sind. Der Kopf gilt dem nächsten Heimspiel." Nach dem 0:3 in Kroisegg nahm SV BB1 Wolfau damit nicht nur drei Punkte mit, sondern auch genau jenes Gefühl, das Christian Petz nach dem Schlusspfiff mehrfach betonte: als Mannschaft geschlossen und kompakt aufgetreten zu sein.