Am vierten Spieltag der 2. Klasse Süd A hat SV Auto Schuh Hochart das Derby gegen SC Wiesfleck mit 5:1 gewonnen. Trainer Dieter Höfler sah einen über weite Strecken klaren Auftritt seiner Mannschaft, die von Beginn an präsent war, schon vor der Pause auf 2:0 stellte, nach dem 2:1 kurz wackelte und dann mit einem Doppelschlag rasch wieder alles auf Sieg stellte.
Für Höfler war der Spielverlauf klar erkennbar. „Der SV Hochart war von Anfang an präsent. Wir haben das Spiel über die neunzig Minuten unter Kontrolle gehabt und sind letztendlich der verdiente Sieger“, sagte der Trainer nach dem Derby. Auf der Anzeigetafel zeigte sich das zuerst in der 22. Minute, als Lan Zibert das 1:0 erzielte. Nur sieben Minuten später legte András Tamás Hosszu das 2:0 nach, mit dem Hochart auch in die Pause ging. Ganz ohne heikle Phase blieb es aber nicht, denn in der 55. Minute verkürzte Sascha Kirnbauer für Wiesfleck auf 2:1. Genau diesen Abschnitt sprach Höfler auch an: Nach der Pause habe seine Mannschaft rund fünfzehn Minuten einen Durchhänger gehabt. Entscheidend war aus seiner Sicht aber, dass die Gastgeber sofort wieder die Kontrolle zurückholten. Anze Kosnik stellte in der 63. Minute auf 3:1, zwei Minuten später traf Zibert zum 4:1, ehe ein Eigentor von Felix Ferk in der 69. Minute den Endstand von 5:1 brachte.
Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, erklärte Höfler vor allem mit den Grundlagen im eigenen Spiel. „Wir waren körperlich über die neunzig Minuten überlegen, wir haben ein sehr, sehr gutes Umschaltspiel gehabt“, sagte er und verwies darauf, dass man schon früh gesehen habe, „dass der Derbysieg nur über Hochart geht“. Besonders wichtig waren für ihn die Zweikampfstärke, die Laufbereitschaft und der spürbare Wille, dieses Spiel zu gewinnen. Beim 1:0 hob er einen „super Lochpass“ hervor, insgesamt betonte er aber vor allem das große Ganze. „Ausschlaggebend war sicher, dass wir nach dem 2:1 gleich den Doppelschlag mit dem 3:1 und 4:1 gemacht haben. Und man muss sagen, dass wir uns die Tore erarbeitet haben.“ Dazu kam, dass Hochart laut seinem Trainer auch gegen den Ball den Ton vorgab. „Wiesfleck hatte im gestrigen Spiel einfach keine Antwort auf unser Pressing“, meinte Höfler. Zudem habe seine Mannschaft die Schlüsselspieler des Gegners aus dem Spiel genommen und damit viel von dem unterbunden, was Wiesfleck normalerweise stark macht.
Bemerkenswert war aus Sicht des Trainers auch, dass das Derby trotz seiner Bedeutung ohne große Nebengeräusche über die Bühne ging. Höfler bescheinigte dem Unparteiischen eine starke Leistung: „Der Schiedsrichter war sehr gut. Es hat keine Schlüsselszenen gegeben, keine Ungereimtheiten unter den Spielern und auch keine Diskussionen über mögliches Hand oder Abseits.“ Gerade für ein Derby ist das keine Selbstverständlichkeit, und auch das passte zu einem Abend, an dem Hochart die Dinge weitgehend selbst bestimmte. Entsprechend groß war nach dem Schlusspfiff das Lob für die eigene Seite. „Ich will der Mannschaft noch einmal zu dieser tollen Leistung gratulieren. Allen, die gespielt haben und reingekommen sind, aber auch meinem Trainerteam und dem ganzen Verein“, sagte Höfler. Ein Derby zu gewinnen sei immer etwas Besonderes, „und natürlich in der Höhe“ umso mehr. Mit diesem klaren Erfolg hält Hochart nach vier Runden bei sechs Punkten und steht in der Tabelle auf Rang drei. Für die Gastgeber war das 5:1 damit nicht nur ein Derbysieg, sondern auch ein Auftritt, der die Richtung klar vorgab.