In der 2. Klasse Süd A hat ASKÖ Kalchbrenner Bau Goberling das Derby gegen SC Mariasdorf mit 6:1 gewonnen und schon vor der Pause die Weichen gestellt. Trainer Michael Koller führte den klaren Heimsieg vor allem auf den geschlossenen Auftritt seiner Mannschaft zurück. "Wir konnten wieder als Team auftreten", sagte er, und genau dieses Bild zog sich für ihn durch die gesamten neunzig Minuten.

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Ein Derby, so Koller, habe immer eigene Gesetze. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft diesmal von Anfang an voll da war und als Einheit auftrat. Genau das sah man auch am Spielstand sehr schnell. Florijan Pavlovic brachte Goberling bereits in der 6. Minute in Führung, nur zwei Minuten später legte Jakov Pavlic das 2:0 nach. Damit war früh klar, dass die Gastgeber an diesem Nachmittag das aktivere und zielstrebigere Team sein würden. Mariasdorf wollte nach Kollers Eindruck selbst rasch ins Spiel finden und schnell zum Torerfolg kommen, doch das gelang den Gästen nicht. Goberling blieb stattdessen am Drücker, arbeitete geschlossen weiter und erhöhte in der 35. Minute erneut durch Pavlic auf 3:0. Mit diesem deutlichen Vorsprung ging es auch in die Halbzeit, und Koller sah darin die Folge eines Auftritts, bei dem vor allem der Zusammenhalt stimmte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Goberling zunächst auf Kurs. Pavlovic stellte in der 54. Minute auf 4:0 und schien die Partie damit schon sehr klar in Richtung Heimsieg zu schieben. Ganz durch war das Derby nach Kollers Einschätzung aber noch nicht. Als Laszlo Bacsi in der 61. Minute auf 4:1 verkürzte, bekam Mariasdorf noch einmal die Möglichkeit, näher heranzukommen. Genau in dieser Phase sah Koller im Nachhinein einen wichtigen Moment des Spiels. "Mariasdorf hätte per Elfmeter auf 4:2 verkürzen können, aber sie haben die Stange getroffen. Danach haben wir noch einmal Aufwind gehabt und das Spiel auf unsere Seite gezogen", sagte der Trainer. Entscheidend war also nicht nur die klare Führung, sondern auch die Reaktion darauf. Goberling ließ sich nicht verunsichern, sondern legte wieder nach. Pavlovic traf in der 75. Minute zum 5:1, und in der Nachspielzeit machte Pavlic mit seinem dritten Treffer zum 6:1 den Schlusspunkt unter einen am Ende sehr deutlichen Derbyerfolg.
Trotz sechs erzielter Tore wollte Koller den Sieg nicht einfach nur mit dem Ergebnis erklären. Für ihn lag der Hauptgrund vielmehr in Dingen, die man im Unterhaus oft zuerst nennt, wenn eine Mannschaft als Einheit funktioniert. "Zusammenhalt, Willen, Einsatz, und Kameradschaft", zählte er auf. Noch klarer formulierte er es an anderer Stelle mit einem Satz, der gut zu diesem Derby passt: "Wir haben das Spiel mehr gewinnen wollen als unser Gegner." Gleichzeitig sprach der Goberling-Trainer auch einen Punkt offen an, der ihn trotz des 6:1 nicht zufriedenstellte. "Trotz des hohen Ergebnisses hätten wir das Spiel schon frühzeitig entscheiden können. Die Chancenauswertung war trotz des Sieges nicht ganz in Ordnung", meinte er. Mariasdorf habe zwar nie aufgegeben und immer weiter versucht, ins Spiel zu kommen, wirklich viel sei den Gästen aber nicht gelungen. Ein besonderes Lob gab es noch für den jüngsten Spieler Fabian Eichberger, der laut Koller "wieder eine Top-Partie gespielt" habe. Für Goberling steht damit nach vier Runden ein klarer Derbysieg und sechs Punkte auf dem Konto.