In der 2. Klasse Süd A hat SG EFM Redlschlag daheim den SC Wiesfleck mit 4:3 niedergerungen und damit einen wichtigen Dreier eingefahren. Trainer Benedikt Bertl wollte den Sieg danach aber nicht schönreden. Seine Mannschaft hatte laut dem Coach viel unter Kontrolle, machte sich die Partie mit zwei Rückständen aber unnötig schwer und brauchte in der zweiten Halbzeit vor allem das 3:2 als entscheidenden Impuls.

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Bertl schilderte den Verlauf so, dass seine Mannschaft die Partie über weite Strecken eigentlich im Griff hatte, sich das Leben aber immer wieder selbst schwer machte. „Wir haben das Spiel unter Kontrolle gehabt“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Auf der Anzeigetafel sah es zunächst dennoch anders aus, denn in der 34. Minute brachte Felix Ferk die Gäste mit 1:0 in Führung. Für Redlschlag war deshalb entscheidend, dass die Antwort noch vor der Pause kam. Balint Miklos Edelenyi erzielte in der 39. Minute das 1:1 und sorgte damit dafür, dass die Gastgeber trotz Rückstand nicht mit einem schlechten Gefühl in die Kabine gingen. Genau das hob auch Bertl hervor: „Kurz vor der Pause haben wir dann einen Ausgleich erzielt.“ Umso ärgerlicher war für ihn, was unmittelbar nach dem Seitenwechsel passierte, denn Adrian Kovacs stellte in der 48. Minute auf 2:1 für Wiesfleck. „Nach der Pause sind wir sehr schlecht in die Partie zurückgekommen“, sagte Bertl, und genau dieser Beginn machte das Spiel für seine Mannschaft noch einmal deutlich komplizierter.
Redlschlag brauchte nach dem zweiten Rückstand eine Reaktion und bekam sie mit Fortdauer der zweiten Halbzeit. Wieder war es Balint Miklos Edelenyi, der seine Mannschaft zurückbrachte und in der 64. Minute auf 2:2 stellte. Bertl sah gerade in dieser Phase nicht den großen spielerischen Glanz, wohl aber die bessere Verwertung der Möglichkeiten. „Im Grunde richtig gut funktioniert hat wenig“, sagte er offen, „das Einzige, was gut funktioniert hat, war eigentlich dann, wenn wir in der zweiten Halbzeit die Chancen gehabt haben. Das hat gut funktioniert.“ Dazu verwies der Trainer auch auf zwei Standardsituationen, die seiner Mannschaft „das Leben gerettet“ hätten. Den eigentlichen Wendepunkt verortete er aber später. In der 83. Minute brachte Adam Bazso Redlschlag erstmals in Führung und stellte auf 3:2. „Auf jeden Fall das 3:2 für uns. Das war, glaube ich, der Knackpunkt in dieser Partie“, sagte Bertl. In der 90. Minute legte Bazso noch das 4:2 nach. Dabei hob der Coach vor allem den Ball von Daniel Tödtling aus der Mitte und den Abschluss des Torschützen hervor: „Adam hat vorne sensationell verwertet. Ich glaube, kein anderer Spieler in dieser Liga kann den Ball in dieser Situation so verwerten.“ Dass Patrick Krutzler in der Nachspielzeit noch auf 4:3 verkürzte, änderte am Heimsieg am Ende nichts mehr.
Trotz der vier erzielten Tore war Bertl nach dem Spiel weit davon entfernt, in reinen Jubel zu verfallen. „Hundert Prozent zufrieden bin ich auf gar keinen Fall mit der Partie heute“, stellte er klar. Das lag auch daran, dass Wiesfleck aus seiner Sicht genau der unangenehme Gegner war, den man in dieser Liga erst einmal bespielen muss. „Wiesfleck ist ein unangenehmer Gegner, spielt ziemlich hart, mit vielen Zweikämpfen und hat vorne Qualität in der Mannschaft. Sie haben auch zwei junge Spieler drinnen, die wirklich sehr gut sind“, sagte der Redlschlager Trainer. Unter dem Strich überwog bei ihm aber vor allem die Erleichterung, weil Redlschlag drei Punkte holen konnte. Nach sechs Runden halten die Gastgeber damit bei zwölf Zählern und liegen drei Punkte hinter Tabellenführer SC Kemeten. Der Sieg war also wichtig, auch wenn Bertl aus diesem Nachmittag eher eine Warnung als Selbstzufriedenheit mitnimmt. Zum Schluss schickte noch Genesungswünsche an den Kapitän der Wiesflecker.