In der 2. Klasse Süd A musste sich ASKÖ Kalchbrenner Bau Goberling am Sonntag vor eigenem Publikum SV BB1 Wolfau mit 0:3 geschlagen geben. Für Trainer Michael Koller war die Niederlage schnell erklärt: Seine Mannschaft kam nach dem frühen Rückstand nie richtig in die Partie, ließ den Gegner zu viel gewähren und fand auch nach dem 0:2 keinen Weg mehr zurück.

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Schon in der 11. Minute geriet Goberling durch Marco Fink mit 0:1 in Rückstand, und genau dieser frühe Treffer war für Koller der erste Knackpunkt des Nachmittags. „Wolfau ist in Führung gegangen, das hat uns aus dem Konzept gebracht“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Dass es mit diesem Rückstand auch in die Pause ging, passte ins Bild seiner Analyse. Besonders ärgerlich aus seiner Sicht war dabei eine Szene kurz vor dem Seitenwechsel: „Wir haben es verabsäumt, noch kurz vor der Pause den Ausgleich zu erzielen.“ So blieb Goberling schon in der ersten Halbzeit hinter den eigenen Erwartungen zurück und fand nie wirklich Sicherheit in der Partie.
Nach Wiederbeginn hatte Wolfau laut Koller zunächst sogar zwei große Möglichkeiten, um den Vorsprung auszubauen. Genau in dieser Phase sah er zwar kurz ein kleines Aufbäumen seiner Mannschaft, mehr aber auch nicht. „Danach hatten wir ein bisschen ein Hoch, konnten daraus aber nichts machen“, schilderte er die aus seiner Sicht beste Phase der Gastgeber. Als Marco Fink in der 56. Minute zum 0:2 traf, war der Rückstand für Goberling noch schwerer aufzuholen. Eine Möglichkeit auf den Anschlusstreffer blieb ungenutzt, ehe Emil Hamzagic in der 78. Minute das 0:3 nachlegte. „Danach war das Spiel so gut wie erledigt“, brachte es Koller knapp auf den Punkt.
Entsprechend deutlich fiel auch die Analyse des Trainers aus. Koller suchte keine Ausreden und sagte offen: „Wir hatten keinen guten Tag.“ Vor allem in den Grundtugenden sah er seine Mannschaft klar unter den eigenen Möglichkeiten. „Wir hatten zu wenig Willen, zu wenig Kampfbereitschaft. Wir kamen nicht zu Abschlüssen, wir schossen nicht aufs Tor. Die gesamte Summe dessen hat uns zugesetzt“, erklärte er. Dass es aus seiner Sicht kaum bessere Phasen gab, sagte ebenfalls viel aus. „Im Grunde war es gestern so, dass wir über die gesamte Spielzeit nicht wirklich gut gespielt haben.“ Auch den Auftritt des Gegners ordnete Koller klar ein: „Wolfau hat vor allem davon profitiert, dass wir uns nicht wirklich gewehrt haben. Wir haben Wolfau einfach spielen lassen.“
Sportlich festigt Wolfau mit dem Auswärtssieg Platz zwei in der Tabelle, während Goberling nach sechs Runden bei sechs Punkten hält. Für die Gastgeber bleibt nach diesem 0:3 vor allem die Aufgabe, genau jene Punkte rasch zu verbessern, die Koller klar angesprochen hat: mehr Gegenwehr, mehr Abschlüsse und insgesamt ein viel entschlossenerer Auftritt. Zum Schluss richtete Koller noch Genesungswünsche aus: „Wir wünschen den verletzten Spieler von Wolfau alles erdenklich Gute, und eine rasche Besserung.“