In der 2. Klasse Süd A hat sich SV Kroisegg am Sonntag mit UFC "Catering Pranger" Oberschützen 1:1 getrennt. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Raphael Schermann die Gäste kurz nach der Pause in Führung, doch die Antwort von Andras Zoltan Sinka kam fast sofort. Für Gerhard Wolfger blieb vor allem eines hängen: Nach dem 1:0 hätte seine Mannschaft ruhiger bleiben und die Führung besser verwalten müssen.

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Die Partie entwickelte sich so, wie es Gerhard Wolfger nach dem Schlusspfiff schilderte: "Es war ein sehr schnelles, hartes Spiel, in dem sich Oberschützen und Kroisegg nichts geschenkt haben." Schon diese Einschätzung erklärt, warum das 1:1 nicht wie ein gewöhnliches Remis wirkte. Zur Pause stand es zwar noch 0:0, doch laut dem Sektionsleiter war in der Begegnung einiges drin, weil es viele Torchancen und gute Zweikämpfe gab. Nach dem Seitenwechsel kam dann sofort Bewegung hinein. Raphael Schermann brachte Oberschützen in der 55. Minute mit 1:0 in Führung, ehe Andras Zoltan Sinka nur eine Minute später zum 1:1 für Kroisegg traf.
Gerade diese kurze Phase nach der Führung war für Wolfger der Punkt, an dem aus Sicht der Gäste mehr möglich gewesen wäre. "Die verpasste Chance war, nach dem 1:0 ruhig zu bleiben, das Spiel auf uns zu ziehen und auf die Konterchance zu warten", sagte er. Statt die Partie in dieser Phase etwas mehr zu beruhigen, musste Oberschützen den Ausgleich sofort hinnehmen. Damit war der Vorteil gleich wieder dahin. Wolfger machte aber nicht nur diesen einen Moment aus. "Uns hat die Entschlossenheit gefehlt, die Bälle sicher nach vorne zu spielen und das zweite Tor zu machen", sagte er und sprach damit ein Thema an, das über den ganzen Nachmittag wichtig blieb.
Was Wolfger seiner Mannschaft dennoch nicht absprach, war die Basis im Spiel gegen den Ball. "Teamgeist und Zweikampfverhalten" nannte er als jene Punkte, die bei Oberschützen gut funktioniert haben. Gleichzeitig beschrieb er Kroisegg als "gefährlich auf Konter", also als Gegner, der immer wieder aufmerksam verteidigt werden musste. Auch die Bedingungen auf dem Platz spielten für ihn eine Rolle. "Spielerisch war auf diesem Sportplatz nichts zu machen, weil die Qualität des Rasens einfach zu schlecht war", meinte Wolfger. Den Schiedsrichter beurteilte er insgesamt als ordentlich, auch wenn ihm die Gelben Karten zu einseitig verteilt vorkamen. Für Oberschützen bleibt damit ein Punkt, der die Mannschaft nach zehn Runden mit 18 Zählern auf Rang drei hält, während Kroisegg mit 14 Punkten Siebenter ist.