In der 2. Klasse Süd A hat sich der SV BB1 Wolfau am Samstag gegen SV Kroisegg mit 6:1 durchgesetzt und damit einen klaren Heimsieg eingefahren. Für Co-Trainer Christian Petz lag der Unterschied vor allem in der mannschaftlichen Geschlossenheit. Wolfau war über weite Strecken wacher in den Zweikämpfen, nutzte seine Chancen konsequent und legte schon vor der Pause den Grundstein.

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Von Beginn an zeigte sich laut Petz, dass bei den Gastgebern diesmal eine andere Haltung auf dem Platz war. „Wir waren bereit, die Zweikämpfe anzunehmen und im Kopf reaktionsschneller“, sagte er, und genau diese Wachsamkeit brachte Wolfau früh auf Kurs. In der 23. Minute brachte Emil Hamzagic die Heimelf 1:0 in Führung. Acht Minuten später erhöhte Jan Waldl auf 2:0. Spätestens mit dem 3:0 durch Kevin Goger in der 36. Minute war die Partie klar in Wolfauer Richtung gekippt. Petz sprach von drei spielentscheidenden Treffern vor der Pause und meinte dazu: „Mit dem 3:0 spielt es sich bekanntlich leichter.“
Nach dem Seitenwechsel ließ Wolfau dann keinen Zweifel mehr daran, wer an diesem Nachmittag als Sieger vom Platz gehen würde. Marco Fink traf kurz nach Wiederbeginn in der 47. Minute zum 4:0, Leon Kinelly legte in der 63. Minute das 5:0 nach, ehe Hamzagic mit seinem zweiten Treffer des Tages in der 71. Minute auf 6:0 stellte. Gerade Hamzagic hob Petz ausdrücklich hervor. „Er hatte heute zwei Tore und zwei Assists, das hat er diese Saison noch zu wenig oft aufblitzen lassen“, sagte er. Dass am Ende auch noch fünf verschiedene Wolfauer Torschützen in der Statistik standen, passte für ihn perfekt ins Bild. „Die geschlossene Teamleistung war entscheidend. Das sieht man auch an den fünf verschiedenen Torschützen.“ Der Treffer von David Tokaji in der 84. Minute änderte daran nichts mehr und blieb aus Sicht der Gastgeber nur ein später Schönheitsfehler.
Ein wesentlicher Punkt war für Petz auch die größere Stabilität in beiden Richtungen. Die Rückkehr von Mihael Vrbanic habe der Abwehr gutgetan, dazu brachte Marco Fink vorne wieder viel Arbeit gegen den Ball ein. „Mit seinem Anlaufverhalten und dem ständigen Stören hat er der Mannschaft Sicherheit gegeben“, erklärte Petz. Kroisegg sei für ihn trotzdem „kein schlechter Gegner“ gewesen. Die Gäste versuchten es immer wieder mit weiten Bällen und setzten nach seiner Einschätzung stark auf ihre Schlüsselspieler Andras Sinka und David Tokaji. Wirklich dauerhaft gefährlich wurde Kroisegg damit aber nicht. „Wir haben das Spiel kontrolliert und Kroisegg in Schach gehalten“, sagte Petz, der nur ergänzte, dass diese Mannschaft ernst zu nehmen sei, wenn man sie ins Spielen kommen lasse. Zum Unparteiischen wollte er keine große Diskussion aufmachen: „Keine entscheidenden Szenen, unterm Strich alles richtig geleitet.“
Bei aller Zufriedenheit wollte Petz den klaren Erfolg dennoch nicht größer machen, als er für die nächsten Wochen sein darf. Wolfau liegt nach elf Runden mit 18 Punkten auf Rang vier, und genau dort soll jetzt Konstanz der nächste Schritt sein. „Luft nach oben gibt es immer. Wir müssen zielstrebiger sein, eine Gier entwickeln und selbstbewusster werden“, sagte er. Vor allem gehe es darum, das gezeigte Niveau nicht nur an einem Nachmittag abzurufen. „Wir müssen von Woche zu Woche bestätigen, was wir können.“ Der 6:1-Sieg gegen Kroisegg war für die Wolfauer damit mehr als nur ein deutlicher Heimerfolg. Er war vor allem ein Hinweis darauf, wie diese Mannschaft aussehen kann, wenn Kompaktheit, Tempo im Kopf und Abschlussstärke zusammenkommen.