Spielberichte

"Mit dem 3:0 war die Partie gegessen" – Redlschlag bringt seine Qualität wieder auf den Platz

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SG Redlschlag
SC Mariasdorf

In der 2. Klasse Süd A hat SG EFM Redlschlag den SC Mariasdorf klar mit 6:3 besiegt, obwohl die Partie schon zur Pause fast entschieden war. Trainer Benedikt Bertl sah im 3:0 den Knackpunkt und war vor allem mit der ersten Hälfte sehr einverstanden. Fünf Tore vor der Pause, drei Treffer nach Standards und trotz Unterzahl nach der Pause lange klare Kontrolle – so erklärte der Redlschlager Coach den Heimsieg.


Torwart in Neongrün spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Doppelschlag bringt Redlschlag sofort auf Kurs

Redlschlag legte einen Start hin, der dem Spiel sehr früh eine klare Richtung gab. Schon in der 4. Minute brachte Gergö Rosner die Gastgeber in Führung, nur zwei Minuten später erhöhte Erik Nemeth auf 2:0. Als David Lajos in der 26. Minute das 3:0 nachlegte, war für Bertl der entscheidende Schritt getan. "Mit dem 3:0 war die Partie für mich gegessen", sagte der Trainer, der über weite Strecken keine Wende mehr befürchtete. Bis zur Pause blieb sein Team am Drücker, Balazs Marok stellte in der 39. Minute auf 4:0 und Joachim Böhm traf noch vor dem Seitenwechsel zum 5:0. Dass Matthias Kappel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 5:1 verkürzte, änderte am starken Eindruck der Redlschlager zunächst wenig.

Standards greifen, Unterzahl ändert am Grundbild wenig

Vor allem mit den ersten 45 Minuten war Bertl sehr zufrieden, und er wurde dabei auch sehr konkret. "Da waren wir sehr stark. Wir haben Mariasdorf eigentlich an die Wand gespielt, ganz wenig zugelassen, waren aggressiv, bissig und haben flachen, schnellen Fußball gespielt", sagte er. Dazu kam ein Punkt, der dem Trainer besonders gefiel: Drei der sechs Treffer fielen nach Standards. "Da haben wir ein bisschen etwas einstudiert gehabt, und es hat gut funktioniert", erklärte Bertl, nachdem seine Mannschaft in den vergangenen Partien bei ruhenden Bällen kaum Gefahr ausgestrahlt hatte. Unmittelbar nach der Pause wurde es durch die Rote Karte gegen Joachim Böhm in der 47. Minute zwar unruhiger, und Kappel verkürzte kurz darauf auf 5:2, doch Bertl blieb bei seiner Einschätzung: "Über neunzig Minuten war eigentlich nicht die Gefahr, dass wir die Partie verlieren."

Bazso macht den Deckel drauf, Bertl mahnt trotzdem zur Konstanz

Auch die Schlussphase bestätigte den Eindruck des Trainers, dass Redlschlag an diesem Tag mehr Tempo und mehr Zielstrebigkeit hatte. Erst in der 83. Minute machte Adam Bazso mit dem 6:2 alles endgültig klar, ehe Matthias Kappel mit seinem dritten Treffer in der Nachspielzeit noch das 6:3 herstellte. Bertl sah den Unterschied vor allem im eigenen Spiel mit dem Ball. "Wir haben gut Tempo machen können, viel die Seiten verlagert und unsere Qualität wieder auf den Platz gebracht", sagte er. Den Gegner beurteilte er dabei nüchtern, aber respektvoll: "Sie holen aus dem, was sie haben, das Maximum heraus und halten als Einheit zusammen." Auch mit dem Schiedsrichter war er einverstanden und meinte, es habe "keine gravierenden Fehler" gegeben.

Sechs Tore ja, Freudentaumel nein

Trotz sechs eigener Tore wollte Bertl den Sieg nicht größer machen, als er aus seiner Sicht ist. Nach dem enttäuschenden Auftritt in Goberling sei das diesmal zwar "wieder das gewesen, was man sehen will", dennoch warb er klar um mehr Verlässlichkeit. "Wir verfallen jetzt sicher nicht in einen Freudentaumel, weil es bei uns leider immer wieder eine Achterbahnfahrt ist. Einmal zwei oder drei gute Spiele, dann wieder ein Katastrophen-Match", sagte der Trainer. Gerade deshalb sei dieser Erfolg für ihn nur dann wirklich etwas wert, wenn die Mannschaft in den letzten beiden Partien nachlegt. Seine Forderung war eindeutig: "Jetzt müssen wir wirklich Konstanz hineinbringen, sonst werden wir die letzten zwei Partien nichts reißen."

2. Klasse Süd A: Redlschlag : Mariasdorf - 6:3 (5:1)

  • 92
    Matthias Kappel 6:3
  • 83
    Adam Bazso 6:2
  • 48
    Matthias Kappel 5:2
  • 46
    Matthias Kappel 5:1
  • 45
    Joachim Böhm 5:0
  • 39
    Balazs Marok 4:0
  • 26
    David Lajos 3:0
  • 6
    Erik Nemeth 2:0
  • 4
    Gergö Rosner 1:0