Spielberichte

Trotz vieler Ausfälle: Hochart glaubt weiter an den Sieg und holt sich das Derby in Wiesfleck

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SC Wiesfleck
SV Hochart

In der 2. Klasse Süd A hat SC Wiesfleck das Derby gegen SV Auto Schuh Hochart mit 1:2 verloren. Dabei mussten die Gäste laut Trainer Dieter Höfler stark ersatzgeschwächt antreten und einiges umbauen. Gerade deshalb war der Sieg für ihn besonders wertvoll, weil seine Mannschaft trotz des späten Ausgleichs vor der Pause an sich glaubte und die wenigen Möglichkeiten konsequent nutzte.


Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash

Frühe Führung, später Dämpfer vor der Pause

Für Hochart begann die Partie durchaus gut. In der 14. Minute brachte Dániel Horváth die Gäste mit 1:0 in Führung und verschaffte seiner Mannschaft damit genau den Start, den sie in einer personell schwierigen Ausgangslage gebraucht hatte. Höfler sprach nach dem Spiel offen an, dass viele Stammspieler gefehlt hätten und seine Elf in einer neuen Formation auflaufen musste. „Wir waren sehr ersatzgeschwächt, viele Stammspieler haben gefehlt. Wir mussten größtenteils mit einer neuen Formation spielen, mit neuen Spielern im Team und auf neuen Positionen“, sagte der Trainer. Umso zufriedener war er mit dem Auftreten seiner Mannschaft: „Meine Mannschaft hat das mit Bravour bestanden.“ Dass Wiesfleck noch vor dem Pausenpfiff durch Sascha Kirnbauer zum 1:1 ausglich, änderte an dieser grundsätzlichen Einschätzung nichts, auch wenn dieser Treffer natürlich noch einmal neue Spannung in das Derby brachte.

Hochart bleibt dran und belohnt sich in Minute 77

Gerade die Reaktion auf das 1:1 war für Höfler einer der Schlüsselpunkte des Nachmittags. Der Ausgleich fiel unmittelbar vor der Halbzeit, also in einem Moment, der Spiele leicht kippen lassen kann. Hochart ließ sich davon aber nicht aus der Bahn bringen. „Der wichtigste Moment war, dass wir an den Sieg geglaubt haben, auch wenn wir kurz vor der Pause den Ausgleich bekommen haben“, erklärte Höfler. Seine Mannschaft sei aus seiner Sicht „immer präsent“ gewesen und habe gewusst, dass sie nicht viele Chancen bekommen würde. Genau darin lag für ihn letztlich der Unterschied. In der 77. Minute fiel dann das 2:1 für die Gäste durch Raphael Jahrmann, und dieses Tor gefiel dem Trainer besonders gut. „Wir haben das von hinten super rausgespielt, super abgelegt, und Raphael Jahrmann macht einen super Schuss ins Kreuzeck“, schilderte Höfler die entscheidende Szene. Für ihn war das ein Treffer, der nicht zufällig entstand, sondern sauber und klar herausgespielt war.

Gutes Stellungsspiel und konsequente Arbeit gegen den Ball

Dass Hochart diesen knappen Vorsprung danach über die Zeit brachte, führte der Trainer vor allem auf die mannschaftliche Disziplin zurück. „Nach diesem 2:1 haben wir das super verwaltet“, sagte Höfler, der vor allem mit dem Auftreten gegen den Ball zufrieden war. Er hob das Stellungsspiel hervor und auch die Bereitschaft, in die Zweikämpfe zu gehen. „Wir hatten ein gutes Stellungsspiel, wir haben versucht, die Zweikämpfe zu gewinnen und haben diesen 2:1-Spielstand mit wenigen Torchancen über die Bühne gebracht“, sagte er. Auch den Gegner ordnete Höfler klar ein, ohne dabei unnötig auszuholen. Für ihn war spürbar, dass ein Derby immer seine eigene Geschichte schreiben kann. Gleichzeitig hatte er den Eindruck, dass Wiesfleck nach dem eigenen Plan kaum nachlegen konnte. „Sie hatten zwei bis drei Schlüsselspieler, die wir versucht haben zu neutralisieren. Sie haben dann die Bälle immer weit gespielt und nicht erreicht. Sie haben keinen Plan B gehabt“, meinte der Hochart-Trainer. Daraus leitete er auch sein Gesamturteil ab: „Somit sind wir, glaube ich, der verdiente Sieger.“

Sauberer Derby-Sieg und ein wichtiger Erfolg zum Abschluss der Runde

Aus Sicht von Hochart war das genau die Art von Auswärtssieg, die in einer langen Saison viel wert sein kann. Nicht, weil das Spiel spektakulär gewesen wäre, sondern weil die Gäste unter schwierigen personellen Voraussetzungen einen klaren Plan hatten und diesen bis zum Schluss durchzogen. Höfler stellte seiner Mannschaft deshalb ein rundum positives Zeugnis aus. Besonders bemerkenswert war für ihn, dass die vielen Umstellungen nicht zu Unruhe führten, sondern eher das Gegenteil bewirkten. Das Team blieb geschlossen, nutzte seine Chancen und ließ sich auch vom 1:1 vor der Pause nicht aus dem Konzept bringen. Dass der Schiedsrichter für ihn dabei kein Thema war, unterstrich ebenfalls den sachlichen Tenor seiner Analyse. „Sehr gute Leistung, keine Schlüsselszenen, alles okay“, sagte Höfler. Am Ende stand damit ein 2:1-Derbysieg, der aus Sicht der Gäste vor allem auf Glauben, Ordnung und Effizienz aufgebaut war.

2. Klasse Süd A: Wiesfleck : SV Hochart - 1:2 (1:1)

  • 77
    Raphael Jahrmann 1:2
  • 45
    Sascha Kirnbauer 1:1
  • 14
    Dániel Horváth 0:1