In der 2. Klasse Süd B zieht Christian Illedits, Sportlicher Leiter des SV Ollersdorf, eine schonungslose Halbzeitbilanz. Das Torverhältnis von 20:32 legt die größte Baustelle offen: „Die Defensive war im Prinzip unser schwächster Mannschaftsteil“, betont Illedits. Offensiv setzte das Team dennoch Glanzpunkte. Im Gespräch erklärt Illedits die Gründe für die Schwankungen, den vollzogenen Trainerwechsel sowie die sportliche Perspektive der neuen Spielgemeinschaft.

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„Wir sind eigentlich sehr gut gestartet und haben dann, bedingt durch einige verletzungsbedingte Ausfälle und Formschwankungen, Rückschläge erlebt“, erklärt Illedits. Das zwischenzeitliche Hoch ließ sich nicht konservieren: „Verletzungsbedingte Umstellungen, wir spielten nur zwei Mal mit der gleichen Mannschaft, einmal standen nur elf gesunde Spieler zur Verfügung, machten uns speziell in der Defensive zu schaffen. Ergebnis: ein negatives Torverhältnis von 20:32 und am Ende Platz sechs. Phasenweise funktionierte das Umschaltspiel, doch Konstanz und Stabilität im eigenen Drittel fehlten. Es war ein Wechselbad der Gefühle“, fasst Illedits zusammen.
Mit der im Sommer vollzogenen Spielgemeinschaft sieht Illedits den Verein zukunftsorientiert aufgestellt. „Wir verfügen, gemeinsam mit dem SV Olbendorf, über ein großes Potenzial an jungen Spielern, die uns in der Zukunft helfen können.“ Ziel sei es, dass diese Akteure über Einsätze in Ollersdorf Routine sammeln und perspektivisch auch in einer höheren Liga Fuß fassen. Im Frühjahr will der Klub sehen, in welche Richtung sich dieses Entwicklungsmodell bewegt. „Voraussetzung ist, dass die Spieler mitziehen und diesen Weg gemeinsam mit der Vereinsleitung gehen.“ Die Stimmung beschreibt Illedits als positiv – getragen von einem starken Zusammenhalt zwischen Mannschaft, Betreuerteam und Umfeld. Motto: „Kleine Schritte nach oben, mit einer jungen Mannschaft, unterstützt von Routiniers.“
Zum Ende der Herbstsaison erfolgte ein Trainerwechsel: Der neue Coach übernahm bereits die letzten vier Begegnungen und steht auch im Frühjahr an der Seitenlinie. Bewegung gab es auf der Torhüterposition: Ein Keeper verließ den Verein, ein neuer Schlussmann wurde verpflichtet. „Wenn nichts passiert, werden das die einzigen tatsächlichen Transfers sein“, so Illedits. Ergänzt wird der Kader durch junge Spieler aus der Spielgemeinschaft. Die Frühjahrsvorbereitung sei mit „20 Mann beim ersten Training“ vielversprechend angelaufen. Verletzungssorgen gibt es aktuell kaum: „Ein Spieler ist leicht angeschlagen, aber auf dem Weg der Genesung.“
Als stärksten Gegner der Saison nennt Illedits den aktuellen Tabellenführer: „Die haben die stärkste Mannschaft, sind am beständigsten und werden wahrscheinlich den ersten Platz halten.“ Dahinter sieht er mehrere Teams im Aufwind. Zugleich betont er die Bedeutung struktureller Klarheit für Vereine im Unterhaus: „Wir hoffen auf die seit Langem angekündigte Ligareform, damit alle Vereine rechtzeitig wissen, wo sie in der kommenden Saison stehen.“ Trotz sportlicher Hausaufgaben überwiegt der Optimismus: Ein stabiler Kader, die neue Handschrift an der Seitenlinie und die Spielgemeinschaft sollen den Weg für eine erfolgreichere Rückrunde ebnen.