Spielberichte

Zwei schnelle Treffer nach der Pause: Rohrbrunn holt Derbysieg – Jona: "Ballbesitz war der Unterschied"

USV Burgauberg
SV Rohrbrunn

Der Nachbarschaftsvergleich in der 2. Klasse Süd B ging an den SV Rohrbrunn: Beim USV Burgauberg setzten sich die Gäste mit 2:1 durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschied Rohrbrunn das Derby mit zwei Treffern binnen acht Minuten, ehe Burgauberg in der Nachspielzeit noch verkürzte. Trainer Zsolt Jona sprach von einem verdienten Auswärtssieg, der vor allem über Ballbesitz und Ruhe am Ball zustande kam. Für Rohrbrunn ist Platz zwei damit fix, der Derby-Erfolg rundet eine starke Saison ab.


Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ausgeglichene erste Hälfte, Rohrbrunn stellt nach der Pause um

Die Begegnung startete so, wie es viele Derbys tun: eng, giftig in den Zweikämpfen und ohne große Lücken. „Die erste halbe Stunde war komplett ausgeglichen. Burgauberg stand hinten gut, wir haben die Lücke nicht gefunden“, ordnete Rohrbrunn-Coach Zsolt Jona die Anfangsphase ein. Bis zur Pause blieb es beim 0:0 (45.), weil beide Seiten defensiv sauber arbeiteten und im letzten Drittel die Genauigkeit fehlte. In der Kabine zog Rohrbrunn dann die richtigen Schlüsse. „In der Pause konnten wir alles durchgehen und sind danach offensiver geworden. Für die Tabelle war das Spiel für uns egal – wir waren fix Zweiter –, aber ein Nachbarschaftsderby ist immer besonders“, erklärte Jona. Mit mehr Mut im eigenen Ballbesitz schob Rohrbrunn die Linie höher und übernahm Schritt für Schritt die Kontrolle.

Acht Minuten, zwei Tore: Eigentor eröffnet, Ambrus legt nach

Der Drang nach vorne zahlte sich im zweiten Durchgang rasch aus. Das 0:1 fiel in der 64. Minute – offiziell als Eigentor von Alessandro Francesko Baumgartner gewertet. Jona sah die Entstehung dennoch als Lohn des höheren Drucks: „Wir haben das gut ausgespielt, waren ruhig am Ball und sind in die Tiefe gekommen.“ Rohrbrunn blieb am Drücker und legte in Minute 72 nach: Milán Zoltán Ambrus vollendete zum 0:2. „Innerhalb von acht Minuten haben wir zwei Tore gemacht. Beim 0:2 war für mich klar, dass dem Gegner die Luft, Kraft und Motivation ausgehen“, sagte Jona. Aus Sicht der Gäste war das die Vorentscheidung, weil Burgauberg in dieser Phase kaum mehr gefährlich in den Rücken der Abwehr kam und Rohrbrunn die eigenen Angriffe sauber zu Ende spielte.

Spätes 1:2, viel Ballbesitz – und Lob für Schiedsrichter und Gastgeber

In der Nachspielzeit meldete sich Burgauberg noch einmal: Ates Melnitzki besorgte in Minute 90+1 das 1:2, mehr ließen die Gäste nicht zu. An der grundsätzlichen Einordnung änderte das nichts. „Wir waren die bessere Mannschaft – spielerisch, läuferisch und kämpferisch. Ballbesitz und Ballsicherheit waren heute der große Unterschied. Unser Kurzpassspiel hat gut funktioniert“, betonte Jona. Auch der Auftritt des Unparteiischen bekam positive Worte: „Der Schiedsrichter hat das Spiel nicht beeinflusst, war oft nah dran und hat gut geleitet.“

Zum Rahmen passte der Feiertag mit vollen Bänken und einem hervorragend präparierten Platz – „Gratulation an Burgauberg“, so Jona. Mit dem Derbysieg ist Rohrbrunns starker Abschluss besiegelt: Platz zwei (49 Punkte) ist fix, Burgauberg beendet die Runde dahinter. „Heute dürfen wir ein bisschen feiern, dann drei Wochen Pause und mit neuer Motivation in die Vorbereitung“, blickte der Trainer stolz voraus.

2. Klasse Süd B: Burgauberg : Rohrbrunn - 1:2 (0:0)

  • 91
    Ates Melnitzki 1:2
  • 72
    Milán Zoltán Ambrus 0:2
  • 64
    Eigentor durch Alessandro Francesko Baumgartner 0:1